Der
Rückgang der Steuereinnahmen bei den Städten
und Gemeinden ist die Folge der Steuergesetzgebung
des Bundes und der stagnierenden Wirtschaftsentwicklung.
Gleichwohl muss de Landkreis Esslingen im laufenden
Jahr mindestens 130 Mio Euro aufbringen (im kommenden
Jahr 2004 müssen für die Sozialhilfe, Jugend-
und die Behindertenhilfe voraussichtlich 143 Mio Euro
bereitgestellt werden. Dabei hat der Landkreis keinen
Einfluss auf die Ausgaben für das Soziale Netz.
Die zu erbringenden Leistungen sind durch Bundesgesetze
fest gelegt.
Die Kreisrätinnen und Kreisräte der Fraktion
der FREIEN WÄHLER sind sich ihrer Verantwortung
für Kinder und Jugendliche, bedürftige und
behinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger
bewusst. Nur in sehr bescheidenem Umfang haben wir
die von der Kreisverwaltung notgedrungen vorgeschlagenen
Kürzungen der Zuschüsse an soziale Einrichtungen
beschlossen. Die Erhöhungen der Zuschüsse
für die Frauenhäuser Filder und Kirchheim
wurden von uns mitgetragen.
Es ist derzeit noch nicht zu übersehen, wie der
Finanzbedarf im kommenden Jahr aufgebracht werden
kann. Würde die Kreisumlage, welche der Landkreis
von den Städten und Gemeinden erhebt, wie von
der Kreisverwaltung gefordert auf über 43 Punkte
erhöht, müssten viele Städte und Gemeinden
zur Finanzierung der Kreisumlage Kredite bei Banken
aufnehmen, da ihre Leistungskraft völlig er schöpft
ist. Andererseits muss der Landkreis seine Aufgaben
für die soziale Sicherheit, für die Schülerinnen
und Schüler der Berufsschulen, die Patienten
der Kreiskrankenhäuser usw. erfüllen. Wir
hoffen, dass sich in den bevorstehenden Haushaltsberatungen
und –beschlüssen eine einigermaßen
gerechte Lösung der ausweglos erscheinenden Problemlage
ergeben wird. Leider gibt es keine Patentlösung
Ansprechpartner: Wilhelm Berner, Kreisrat, Esslingen
Tel 0711 373891