Freie Wähler betonen Rolle der Kommunen für
Infrastruktur und Konjunktur
pm-fw: Als Folge einer die Wirtschaft lähmenden
Politik der Berliner Koalition gibt es in Deutschland
seit Jahren kein Wachstum mehr, ja das Bruttosozialprodukt
ist real geschrumpft. Trotz ständig steigender
Kosten, vor allem im sozialen Bereich, sind die Einnahmen
der öffentlichen Hände auf das Niveau von
1990 zurückgefallen. Besonders spürbar wird
dieser Einbruch in den Haushalten der Gemeinden und
Landkreise. Die Kreisumlage erreicht ein Rekordniveau,
die meisten Städte und Gemeinden können
ihre Haushalte nicht mehr solide finanzieren.
Die Freien Wähler im Kreis und in der Region
machen deutlich, dass die Gemeinden dieser Entwicklung
ohnmächtig gegenüberstehen. Seit Jahren
werden auf die Gemeinden neue Aufgaben und Soziallasten
ohne ausreichenden finanziellen Ausgleich abgewälzt.
Nicht nur Berlin, auch die Stuttgarter Landesregierung
sieht die Kommunalhaushalte als eine Art Selbstbedienungsladen.
Neben Kürzungen im gemeindlichen Finanzausgleich
werden Zuschüsse in wichtigen Aufgabenfeldern,
so im ÖPNV und im Straßenbau, spürbar
zurückgefahren. Diese Verluste können die
Gemeinden und Landkreis in ihren ausgepressten Haushalten
nicht mehr ausgleichen.
Die kommunalen Investitionshaushalte, wichtige Antriebskräfte
für die Konjunktur, sind nur noch ein Schatten
früherer Jahre. Diese wirklich dramatische Lage
hat die Fraktion Freie Wähler im Esslinger Kreistag
bewogen, einer die Gemeindehaushalte abwürgenden
Kreisumlage die Zustimmung zu verweigern. Leider siegte
bei CDU und SPD die Parteidisziplin, sodass der Landkreis
nunmehr den traurigen Ruhm für sich in Anspruch
nehmen kann, mit mehr als 42 Punkten die mit Abstand
höchste Umlage im Land zu haben.
Deutschland gehört beim Wirtschaftswachstum
in Europa zu den Schlusslichtern. Solange die Politik
nicht zu einer berechenbaren, auf bürokratische
und steuerliche Hürden verzichtende Linie zurückkehrt,
wird der Konjunkturmotor nicht anspringen. Weder der
Sozialstaat mit seinen Leistungsgesetzen, noch die
Weiterentwicklung des Bildungswesen und Maßnahmen
des Umweltschutzes werden dann finanzierbar bleiben.
Baden-Württemberg war in den letzten Jahrzehnten
so erfolgreich, weil es auf leistungsfähige Gemeinden
gesetzt hat. Sie sind für Infrastruktur und Konjunktur
unverzichtbar. Die Freien Wähler fordern die
Politik in Bund und Land auf, sich dieser Erfahrung
zu erinnern.
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