pm/fw: Die Freien Wähler, zweitstärkste
Fraktion im Esslinger Kreistag, ziehen eine positive
Bilanz ihrer Arbeit in der zu Ende gehenden Amtsperiode.
Sie verweisen darauf, dass es gerade in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten notwendig ist, mit Augenmaß
eine sachbezogene und bezahlbare Kreispolitik zu betreiben.
Trotz oder gerade wegen eines konsequenten Sparkurses
ist der Landkreis Esslingen als wichtiger Raum in
der Wirtschaftsregion Stuttgart entscheidende Schritte
vorangekommen. Obwohl die Politik in Bund und Land
die Kommunalhaushalte unverantwortlich belastet, hat
man den verbliebenen Spielraum für Schwerpunktinvestitionen
genutzt.
Die Berufsschulneubauten, gerade in Nürtingen,
unterstreichen die Bedeutung der beruflichen Bildung,
das Kreisstraßennetz wurde weiter ausgebaut
– so der Radweg zwischen Neckarhausen und Raidwangen
-, das Freilichtmuseum in Beuren konnte mit Unterstützung
des Fördervereins weiter entwickelt werden und
für die Krankenhauslandschaft erfolgten wegweisende
Entscheidungen.
Einst Spitzenreiter bei den Müllgebühren
hat der Kreis durch einen eisernen Sparkurs und geschickte
Vertragsgestaltung mehrfach die Gebühren reduziert
– im kommenden Jahr steht eine weitere Senkung
bevor. Die Parteien in Bund und Land verstehen unter
Sparen vor allem das Verschieben von Lasten auf die
Kommunen und damit auf die Bürgerinnen und Bürger
und die Wirtschaft. Die angebliche Entlastung durch
die Hartz-Reform-Gesetze stellt sich mittlerweile
als Milliardenaufwand für die Landkreise und
Städte dar. Dadurch droht eine weitere Explosion
der Kreisumlage, die schon heute von den Gemeinden
nicht mehr bezahlt werden kann. Als Signal an die
Politik haben deshalb die Freien Wähler einem
unverantwortlich hohen Kreisumlagesatz die Zustimmung
verweigert. Leider haben CDU und SPD unter dem Druck
der Parteilinien ihre ursprüngliche Solidarität
aufgegeben.
Die Diskussion um die Kompetenzen von Landkreis und
Region und die Verwaltungsreform des Landes wird nach
Auffassung der Freien Wähler mit falscher Zielrichtung
geführt. Im Mittelpunkt einer erfolgreichen Verwaltungsreform
hätte ein konsequenter Aufgabenabbau und die
Übertragung in private Verantwortung stehen müssen.
Die Eingliederung staatlicher Sonderbehörden
in das Landratsamt darf nicht dazu führen, dass
alles in Esslingen konzentriert wird. Die Freien Wähler
reden einer dezentralen Bündelung das Wort, um
die vorhandenen Behördengebäude, gerade
auch in Nürtingen, wirtschaftlich nutzen zu können
Ansprechpartner: Alfred Bachofer, OB a.D., Nürtingen
Tel. 07022 470909 Fax 07022 241069
e-mail: a.bachofer@ntz.de