›
Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs in
der Region sichern
Freie
Wähler fordern Entlastung der Kommunen
pm/fw: Die Freien Wähler in der Region un-terstützen
die Initiative der Landräte der Verbundlandkreise
Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Rems-Murr,
den Standard des ÖPNV in der Region Stuttgart
zu ge-währleisten. Dies kann nach Überzeugung
des verkehrspolitischen Sprechers der Re-gionalfraktion
, Landrat Bernhard Maier, nur gelingen, wenn die Belastungen
für die Landkreise und Gemeinden nicht weiter
zu-nehmen. „Wir wollen die Verbundstufe II e-benso
bewahren wie den Standard im Bus- und Schienennetz“,
betont Maier. Dies sei aber in Frage gestellt, wenn
eine weitere Kostensteigerung die kommunale Ebene
überfordere.
500 Mio € jährlich kostet der ÖPNV
im Verbund-gebiet, davon sind etwa die Hälfte
durch Fahr-geldeinnahmen gedeckt. Einen beachtlichen
Teil des Abmangels tragen die Landkreise bzw. über
die Kreisumlage die Gemeinden. In der Region Stuttgart
macht dies pro Landkreis im Schnitt rd. 23 Mio €
oder 6 Punkte Kreisumlage aus. Die übrigen Landkreise
in Baden-Württemberg sind nur mit einem Bruchteil
davon belastet, meist mit weniger als einem Viertel.
Als Ursache machen die Freien Wähler die nicht
nachvollziehbare Auf-teilung der Fahrgeldeinnahmen,
den umstrittenen Verkehrslastenausgleich zu Gunsten
der Stadt Stuttgart, die festgeschriebenen, aber längst
ü-berholten Zuweisungen an die ÖPNV-Unternehmen
und das Auseinanderfallen von Aufgabenträgerschaft
und Finanzverantwortung bei den Bussen aus.
Die Freien Wähler in der Region und in den Landkreisen
stellen klar, dass keineswegs die Verbundstufe II
und die Qualität des ÖPNV ange-tastet werden
dürfen. In einem Ballungsraum wie Stuttgart sei
ein funktionierendes ÖPNV-Angebot unverzichtbar.
Deswegen müsse auch gemein-sam mit dem Verband
Region Stuttgart nach Wegen gesucht werden, die ÖPNV-Lasten
ge-rechter zu verteilen. Außerdem müsse
erreicht werden, dass das Land seine Kürzungen
der Verbundförderung und die Reduzierung der
In-vestitionszuschüsse zurücknehme.
Als zentrale Forderungen stellen die Freien Wäh-ler
heraus:
• Das Niveau des ÖPNV-Angebots in der Region
muss gewährleistet bleiben
• Durch eine gerechtere Verteilung der Fahrgeldeinnahmen
muss die kommunale Ebene entlastet werden.
• Die Alteinnahmesicherung der ÖPNV-Unternehmen
ist auf eine neue, EU-konforme Basis zu stellen
• Die unverantwortlichen Kürzungen des
Landes in der Verbundförderung und bei den Investitionszuschüssen
(insbesondere bei den S-Bahnprojekten) sind zurückzu-nehmen.
• Aufgabenträgerschaft wie bisher und künf-tig
auch die Finanzverantwortung für die Busverkehre
gehören in die Hand der Landkreise
Nach Auffassung von Regionalrat Alfred Bacho-fer
sind dies zukunftsgerichtete Ziele, die sich nicht
gegen den Verband Region Stuttgart rich-ten, sondern
die alle am ÖPNV im Verbundge-biet beteiligten
Partner anstreben sollten, um zu vermeiden, dass das
zwingend notwendige Angebot an die ÖPNV-Nutzer,
insbesondere Pend-ler und Schüler unter einer
Kostenlawine erstickt.
Ansprechpartner:
Alfred Bachofer
Paul-Gerhardt-Straße 31
72622 Nürtingen
Fon 07022/47 09 09
Fax 07022/24 10 69
Mail A.Bachofer@ntz.de