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› Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren in Asperg - Gutachten für Auswirkungen der Möglinger Lärmationsplans     für Asperg gefordert

Wirtschaftskrise hinterlässt auch in Asperg ihre Spuren

 

Der Haushalt der Stadt Asperg ist 2009 kein Sparhaushalt und wird es wohl auch 2010 noch nicht sein, da begonnene Vorhaben beendet werden müssen. Dennoch schlagen ein Minus von 593.000 Euro bei der Einkommensteuer und 232.000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen nach dem Finanzausgleich massiv negativ zu Buche.

Zwar wurde in den vergangenen Jahren gut und vorausschauend gewirtschaftet und der Schuldenstand wurde kontinuierlich abgebaut. Aber nun müssen wir uns zunehmend auf unsere Pflichtaufgaben beschränken und bereits beschlossene Projekte zu Ende bringen. Noch gibt es in Asperg kein Streichkonzert im Gegensatz zu manch anderer Kommune im Land.

Asperg ist erfolgreich mit Projekten im Konjunkturprogramm des Bundes eingestiegen und wird die Schuldächer der Friedrich-Hölderlin-Schule und des Friedrich-List-Gymnasiums sanieren. Auch der seitens der Asperger Sportvereine schon lange gewünschte Kunstrasenplatz im Osterholz wird mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm bezuschusst und verwirklicht.

Ein Neubau einer Lehrschwimmhalle und einer Sporthalle als Ersatz für unsere in Tage gekommene Lehrschwimmhalle und Rundsporthalle rücken jedoch in weitere Ferne. Gott sei Dank ist unsere Lehrschwimmhalle noch so gut in Schuss, dass Investitionen, wie eine neue Heizungsanlage sich noch lohnen.

Auch für 2010 stehen Pflichtaufgaben für die Stadt an, wie Kanalsanierungen und zusätzliche Brandschutzmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden. Die Schere zwischen sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben öffnet sich. Um dem entgegen zu wirken müssen Rücklagen fast bis zum gesetzlichen Mindestmaß von 500.0000 Euro abgebaut werden. Um weitere mögliche Defizite in 2010 ausgleichen zu können, muss Asperg an sein Tafelsilber und das Finanzierungsloch durch Grundstücksverkäufe decken.

 

Gutachten für Auswirkungen der Möglinger Lärmaktionplans für Asperg gefordert

 

Auf Grund gesetzlicher Bestimmungen sind die Kommunen verpflichtet Lärmaktionspläne zu erstellen um den Umgebungslärm zu reduzieren. Für Asperg ist dieser Plan noch in Arbeit – für Möglingen liegt er schon vor.

Wir haben unsere Bedenken gegen den Lärmaktionsplan Möglingens geäußert. Wir wollen gutachterliche eine Feststellung, wie sich die von Möglingen in der Markgröninger Stra0e vorgesehene Pförtnerampeln oder das Nachtfahrverbot für LKWs im Norden des Wohngebiets Löscher auf Asperg auswirken.

Auch die Verlegung des Bundesautobahnanschlusses Ludwigsburg nach Süden lehnen wir ab, weil dadurch die Abstände zwischen Autobahnausfahrt Ludwigsburg Süd und Ludwigsburg Nord vergrößert werden. Dies würde eine Entscheidung für den Bundesautobahnanschluss Ludwigsburg Mitte mit allen negativen Auswirkungen auf Asperg (insbesondere für die Wohngebiete Grafenbühl und Hirschberg) massiv begünstigen. Dagegen müssen wir uns wehren!

 

Wir halten nach wie vor daran fest, dass Verkehrsprobleme und damit zusammenhängende Lärmbelastungen nicht nur lokal, sondern interkommunal zu lösen sind. Erster Schritt war vor Jahren IKARUS (Interkommunaler Arbeitskreis zur Lösung von Verkehrsfragen der Städte Ludwigsburg, Kornwestheim, Asperg und der Gemeinde Möglingen). Nun soll dieser noch 2009 wiederbelegt werden. Wir streben hier ein gemeinsames Handeln sowie gemeinsame Lösungen zum Wohle für unsere Bürgerinnen und Bürger an. In Sachen Lärmschutz an der A81 ziehen alle Kommunen an einem Strang! Aber ob sich das bei IKARUS genauso entwickelt, wenn die Ausfahrt Ludwigsburg Mitte ansteht, ist noch fraglich. Als Freie Wähler stehen wir auf dem Standpunkt, dass wir uns hier mit allem Mitteln gegen bürgerfeindliche Maßnahmen wehren müssen und werden engagiert für eine tragbare Lösung für Asperg kämpfen!