Ehrenamtspreis
an Katrin Schmidt und Ingo Wegeleben
von
links nach rechts: Bürgermeister Ulrich
Storer, Simone Weißert (1. Vorsitzende
Freie Wähler Asperg), Ingo Wegeleben
(Preisträger), Siegfried Müller
(Fraktionsvorsitzender Freie Wähler Asperg),
Katrin Schmidt (Preisträgerin),
Elly Martinat (Stadträtin, Regionalrätin)
2004
haben die Freien Wähler Asperg auf Initiative
von Elly Martinat beraten, wie man das Engagement
von Jugendlichen und jungen Erwachsen bis 25 Jahren
in Asperg fördern und honorieren könnte.
Nach der Ausschreibung an alle Asperger Vereine, Organisationen
und Schulen wurden insgesamt 6 Kandidaten vorgeschlagen.
In
der weiblichen Kategorie gewann Katrin Schmidt
vorgeschlagen durch den Ehrenvorstand der Turnabteilung
des TSV Asperg, Dieter Benke. Katrin Schmidt Jahrgang
1984 kam bereits in der vierten Grundschulklasse ins
Mädchenturnen und in den Verein. Sie stieß
dann im Rahmen der Kooperation „Schule und Verein“
zum Jazztanz und hatte mit dieser Gruppe schon 1995
(mit 11 Jahren) ihren ersten Auftritt.
Motiviert
und begeistert von dieser Aktivität betreute
sie nach eingehender Einarbeitung schon ab 1999 (mit
15 Jahren) selbstständig Tanzgruppen der 8-16
jährigen Mädchen des TSV Asperg Abteilung
Turnen mit sehr großem Erfolg.
Dies
bedeutet das Training von ca. 70 Mädchen mit
allen erforderlichen Vorbereitungen zu leiten und
zu leisten!
Im
Jahr 2001 absolvierte Katrin beim Schwäbischen
Turnerbund die sehr anspruchsvolle und zeitaufwändige
Ausbildung zur staatlich anerkannten lizenzierten
Übungsleiterin
mit Schwerpunkt Tanz, Gymnastik und Rhythmus des Deutschen
Turnerbundes; dies – obwohl sie damals mitten in den
Abiturvorbereitungen steckte.
Im
Jahr 2005 zeigte Katrin ein weiteres Mal großes
Engagement und Einsatz für das Ehrenamt. Trotz
des Ableisten eines Sozialen Jahres in der Sonderschule
für schwerstmehrfach Behinderte der Diakonie
Stetten i.R., wo sie die ganze Woche hart mit den
Behinderten arbeitete, lässt sie es sich nicht
nehmen, weiterhin ihrer Tanzgruppe und dem TSV Asperg
– Turnen - zur Verfügung zu stehen und sogar
den Samstag für die Betreuung und für das
Training zu opfern.
Im
Oktober 2005 begann Katrin ihr Studium für das
Lehramt an der PH in Ludwigsburg und blieb so dem
Verein erhalten.
Heute
leitet Katrin drei Hip-Hop und Jazztanzgruppen im
TSV Asperg und betreut Mädchen im Alter von 7
bis 16 Jahren.
Seit
Donnerstag letzter Woche (23.März) ist sie als
neue Stellvertretende Vorsitzende Sport in ihrer Turnabteilung
im TSV Asperg gewählt worden.
Katrin
ist, wie beschrieben, aus der Jugend der Turnabteilung
hervorgegangen und hat sich in vorbildlicher Weise
dem Ehrenamt verschrieben. Sie ist für alle Jugendlichen
und Erwachsenen ein Musterbeispiel für ehrenamtliches
Engagement.
Sie
hat den Ehrenamtspreis „Junges Engagement“ redlich
verdient.
Die
Freien Wähler Asperg verleihen daher Katrin Schmid
den Ehrenamtspreis „Junges Engagement“ mit einer Urkunde,
die den Wortlaut hat :
Für besondere Verdienste um das Gemeinwohl
in der Stadt Asperg erhält Katrin
Schmidt den Ehrenamtspreis der Freien Wähler
Asperg „Junges Engagement“ Asperg, den 27. März
2006 unterzeichnet Simone Weißert (1. Vorsitzende)
und Siegfried Müller ( Fraktionsvorsitzender).
Und einen Scheck der Freien Wähler Asperg über
250,- Euro!
Ramona
Schreyer und Sandra Oljaca
die beiden anderen Kandidatinnen, sollten nicht leer
ausgehen, denn auch sie sind Vorbilder für alle.
Ramona und Sandra setzen sich neben anderen Schülern
seit mehreren Jahren aktiv im Schülercafe der
Friedrich-Hölderlin-Schule Asperg ein. Ramona
und Sandra stehen hier stellvertretend für viele
Schüler, die an der Friedrich-Hölderlin-Schule
engagiert das ganze Jahr hindurch im Schülercafe
mitarbeiten. Dank dieses Einsatzes wird an der Schule
dreimal in der Woche ein selbstgekochtes Mittagessen
angeboten. Nichts ist den beiden Schülerinnen
zu viel: das Kochen, das Geschirrspülen, die
Küchenzeile putzen oder den Müll zu entsorgen.
Die
Freien Wähler möchten Ramona Schreyer und
Sandra Oljaca herzlich für dieses vorbildliche
Engagement an der Friedrich-Hölderlin-Schule
danken und überreichten den beiden je einen Büchergutschein
überreichen!
In
der männlichen Katergorie gewann Ingo
Wegeleben vorgeschlagen durch Oberstudienrat
Scheuer Rektor des Friedrich-List-Gymnasium Asperg,
durch Daniel Ruß Jugendwart des TC Asperg und
durch Frau Waltraud Schmidl
Ingo
Wegeleben - Jahrgang 1986 - ist ein Glücksfall
für jede Schule, jeden Verein jede Organisation.
Mit großer Konstanz und Uneigennützigkeit
setzt er sich für die Belange seiner Mitschülerinnen
und Mitschüler am Friedrich-List-Gymnasium Asperg,
sowie für das Gemeinwohl ein. Sein Organisationstalent,
seine offene Art und sein stets freundliches, verbindliches
Auftreten sind die Grundlagen für die Anregung
und Durchführung vielfältiger Projekte.
Im
Mai 2001 begann der die Ausbildung als Schülermediator
und seither aktiver Streitschlichter am Friedrich-List-Gymnasium
. Zahlreiche Schlichtungen sind seinem Engagement
zuzuschreiben, wie auch die Einführung der 10
Punkte für einen fairen Umgang miteinander an
der Schule.
Seit
September 2001 ist er Sportreferent und damit Organisator
im Referat Sport verantwortlich für freiwillig
Sporttage und normale Sporttage am FLG. Im Juni 2002
machte er die Ausbildung zum Schülermentor im
Sport und leitete im Schuljahr 2004/2005 die Tennis
AG am FLG und war stellv. Schülersprecher. Seit
2005 ist Ingo Wegeleben Sprecher des Referats Sport.
Im Schuljahr 2003/2004 war er als Schülersprecher
am FLG maßgeblich für das Projekt „Schule
als Staat“ und dem Spendenmarathon verantwortlich.
Mit
Ausnahme der Klassenstufe 6 war Ingo immer Klassensprecher.
Und nun kurz vor dem Abitur ist er immer noch treibende
Kraft bei allen Aktionen der Schülermitverwaltung
(SMV), gibt jüngeren Mitglieder Unterstützung
und hilft ihnen, selbst größere Aufgaben
zu übernehmen. Immer noch ist er Streitschlichter
und wirbt um jüngeren Nachwuchs.
Aber
nicht nur in der Schule ist Ingo aktiv, sondern auch
in zwei Asperger Vereinen.
Dem
Tennisclub Asperg – hier ist er seit September 2003
Betreuer und Trainer der Kleinfeldmannschaft der Jugend
– machte 2004 die Ausbildung zum staatlich anerkannten
Trainer C im Tennis - führte seine Kleinfeldmannschaft
2005 als eine der besten im Landkreis Ludwigsburg
bis ins Bezirksfinale. Des Weiteren ist Ingo als
Helfer
beim Konditionstraining des Württembergischen
Tennisbundes tätig und vertritt hier den TC Asperg
als engagierten und zuverlässigen Betreuer weit
über die Stadtgrenzen hinaus. Ingo beteiligt
sich intensiv an zahlreichen Vereinsveranstaltungen,
wie z.B. dem Sommerferienprogramm der Stadt Asperg
in Zusammenarbeit mit dem TCA, hilft bei Tenniscamps
und dem Players-Cheer-Up beim Internationalen Tennisturnier
auf dem Weissenhof.
Der
zweite Verein der das überragende Engagement
Ingos erfahren darf ist der TSV Asperg Abteilung Handball.
Hier ist Ingo seit 2003 Jugendsprecher und gibt seit
1993 seinen vollen Einsatz als Spieler (Kreis / RR).
Und
--- es bleibt Energie und Engagement für noch
einen weiteren ehrenamtlichen Einsatz!
Ingo
ist seit Mai 2004 Jugendgemeinderat und bringt auch
hier viel Zeit und Power ein. Er geht hier als Organisator
z.B. des Rock am Bad engagiert auf Sponsorensuche.
Auf der Homepage des Asperger Jugendgemeinderats schreibt
Ingo Wegeleben was er schon immer mal los werden wollte:
„Es gibt keine große Entdeckungen und Fortschritte,
solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden
gibt.“ (Albert Einstein). Mit dieser Motivation wird
sein vorbildliches ehrenamtliche Engagement die nächste
Jahre der Gesellschaft erhalten bleiben
Bürgermeister
Storer überreicht die Urkunde, die folgenden
Wortlaut hat: „ Für besondere Verdienste
um das Gemeinwohl in der Stadt Asperg erhält
Ingo Wegeleben den
Ehrenamtspreis der Freien Wähler Asperg „Junges
Engagement“, Asperg, den 27. März 2006 unterzeichnet
Simone Weißert (1. Vorsitzende) und Siegfried
Müller ( Fraktionsvorsitzender).
Und einen Scheck der Freien Wähler Asperg über
250,- Euro!
Samuel
Danner ist 21 Jahre
alt, wohnt in Markgröningen und engagiert sich
in der Kinder- u. Jugendarbeit der Arche Asperg, den
„Royal-Rangers“ einer von christlichen Werten geprägten
Pfadfinderschaft.
Er
war vom Start der Arbeit – im Oktober 2001 dabei.
Zunächst bestand seine Aufgabe darin einen „Teamleiter“
– den Leiter einer Gruppe von 8-10 Kindern – zu unterstützen.
Samuel Danner hat das so gut gemacht, dass ihm später
ein eigenes „Team anvertraut wurde. Inzwischen übt
er zusätzlich die Funktion eines stellvertretenden
„Stammleiters“ aus. Er unterstützt also den Verantwortlichen
dieser Arbeit.
Die
Treffs mit den Kindern/Jugendlichen finden wöchentlich
statt, und müssen gut vorbereitet werden. Darüber
hinaus finden Mitarbeitertreff's zur Planung und Koordination
statt. Ein mal im Jahr wird mit den Kindern ein einwöchiges
Sommercamp durchgeführt. Samuel nimmt an Aus-
u. Weiterbildungen teil. Als der Zirkel Umwelt und
Natur im März 2005 die Müllsammlung in Asperg
durchführt war Samuel mit seinem Team dabei.
Danke
– Samuel Danner für den vorbildlichen, ehrenamtlichen
Einsatz!
Der
Dritte im Bunde der Vorgeschlagenen ist Florian
Kopp . Für mich war es auch sehr spannend
im Internet über Florian Kopp zu recherchieren.
Auf der Homepage des Mörike Gymnasium, welches
er bis zum Abitur 2004 besuchte, ist sein Projekt
„ Zivildienst im Uganda “ genau beschrieben.
Florian
Kopp war viele Jahre Oberministrand der Katholischen
Kirchengemeinde St. Bonifatius in Asperg und hat in
dieser Funktion viele Kinder und Jugendliche in der
Gemeinde begleitet. Er hat sich an Aktionen wie Weihnachtsmarktverkauf,
Sternsingeraktionen, Jugendwochenden usw. beteiligt.
Aus diesem Engagement heraus reifte bei ihm die Entscheidung,
seinen Zivilen Ersatzdienst als Freiwilligendienst
in Uganda zu verbringen. Von August 2004 bis September
2005 war er für den „Weltkirchlichen Friedensdienst
(WFD) in Uganda. Dieser Einsatz war nicht einfach,
aber er ist gesund und mit vielen neuen Erfahrungen
zurückgekehrt.
Ein
Freiwilligendienst dieser Art ist nicht selbstverständlich
und in diesem Engagement ist er vielen Jugendlichen
der Gemeinde Vorbild.
Herzlichen
Dank – Florian Kopp für diesen vorbildlichen,
ehrenamtlichen Einsatz in der Kirchengemeinde St.
Bonifatius und mit dem Freiwilligendienst für
die Menschen in Uganda.
Jeder
Mensch braucht Vorbilder, so Elly Martinat (Gemeinderätin
und Regionalrätin der Freien Wähler), denen
sie oder er nacheifern kann. Das beginnt bei den Eltern
und den älteren Geschwistern und zieht sich durch
das ganze Leben. Wer glaubt, es gebe keine Vorbilder
mehr, meint etwas anderes und sieht im Grunde den
Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Früher
war die Orientierung leichter. Da gab es einen Gott
und einen König, im Dorf einen Bürgermeister,
einen Dorflehrer und einen Pfarrer für die Erwachsenen.
Und für die Kinder die Eltern und die Gruppe.
Da war Orientierung einfach. Heute habe säkularisierte
Gesellschaft, eine komplexere politische Struktur,
berufstätige Eltern und eine unüberschaubare
Zahl von Vorbildern, die von den Medien in beliebiger
Zahl gemacht, niedergemacht und wieder neu geschaffen
werden.
Ehrenamt,
freiwilliges Engagement ist eine Chance für jeden
einzelnen sich einzumischen, mitzugestalten. Freiwilliges
Engagement ist nicht nur Hilfe für andere, sondern
bedeutet auch persönliche Weiterentwicklung.
Die
6 Kandidatinnen und Kandidaten sind tolle Vorbilder
für unsere Kinder u. Jugendlichen mit den klassischen
Grundtugenden wie Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Fairness
und Toleranz. Wünschen wir uns, dass alle 6 ihre
Motivation und ihre Begeisterung für ihr Ehrenamt
auch in Zukunft behalten werden, dass sie von unseren
Kindern und Jugendlichen als Vorbilder empfunden und
nachgeeifert werden. Dann kann uns nicht Bange um
das Ehrenamt in unserer Stadt sein.