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› Thema Kinderbetreuung
 

Gemeinderat nimmt das Thema „Kinderbetreuung“ nicht auf die leichte Schulter

Die Ortschafts- und Gemeinderatsfraktionen der BWV, CDU und SPD führten am 17.11.05 in Frickenhausen gemeinsam die Informationsveranstaltung „Betreuung im Kindergarten – heute und morgen – Konzeptionen und Formen“ durch.

Nachdem die Entscheidung zur Verlegung der Gruppe des Kindergartens „Stadion“ in den Kindergarten „in den Krautgärten“ in der Gemeinderatssitzung vom 25.10.05 vertagt wurde, fordert der Gemeinderat nun die Ausarbeitung einer Gesamtkonzeption der Kinderbetreuung für die Gemeinde Frickenhausen. Die Gemeinderäte nutzen derzeit ihre Bedenkzeit zur Meinungsbildung, indem sie verstärkt mit der Bevölkerung in Kontakt treten.
Das Interesse der Öffentlichkeit zeigte sich an der Teilnahme von ca. 50 Interessierten am Informationsabend. Unter den Gästen befanden sich Bürgermeister Kuhn, Vertreter der Verwaltung, und Leiterinnen sowie Erzieherinnen der Kindergärten der Gemeinde.
Als Impulsreferentinnen konnten die Räte die Dipl. – Sozialpädagogin und Leiterin der Ganztageseinrichtung „Kinderhaus am Neckar“ in Nürtingen, Manuela Brodbeck, sowie die Leiterin des Waldkindergartens Neuffen, Angelika Strumberger, gewinnen.
Beide Referentinnen schilderten lebhaft den Tagesablauf der beiden sehr verschiedenen Betreuungsformen, die Ausführungen Frau Strumbergers wurden durch einen Film über den Waldkindergarten anschaulich ergänzt. Auch die Formen der Zuschüsse, Elternbeiträge und Aufnahmebedingungen wurden angesprochen. (Die Nürtinger Zeitung berichtete am 19.11.05). Die Leiterin des Kindergartens Tischardt, Frau Winter, erläuterte im Anschluss kurz die diesjährig erfolgte Einführung einer weiteren Betreuungszeit von 7:00 Uhr bis 14:00 Uhr.
Eine anschließend lebhafte Diskussion zeigte den großen Informationsbedarf sowohl unter den Kommunalpolitikern als auch unter den Gästen. Beeindruckend waren die jeweiligen Konzeptionen der Betreuungsformen, die nur durch die Zusammenarbeit und großen Zeiteinsatz aller Beteiligter entstehen konnten. Lange Wartelisten beider Kindergärten weisen auf den großen Bedarf sowohl auf erweiterte als auch auf alternative Betreuungsformen hin.
Die Veranstalter sind mit dem Verlauf des Abends zufrieden. Die Veranstaltung regte zum Nachdenken an und brachte verschiedene Interessensgruppen an einen Tisch. Auch Bedenken zu den jeweiligen Betreuungsformen und deren Finanzierung fanden Gehör.