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› Ferienprogramm 2008
 

Auch dieses Jahr luden die Freien Wähler im Rahmen des Kinderferienprogramms zu einer Höhlentour ein.

Zum Betrachten der gesamten Bildergalerie klicken Sie bitte auf eine der beiden Fotographien.

Am Montag, den 18. August konnte Ortschaftsrätin Liane Baldzer zusammen mit drei weiteren Betreuerinnen Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren vor dem Bahnhof Linsenhofen begrüßen. Nachdem alle auf  Privatfahrzeuge verteilt waren, ging es die Neuffener Steige hinauf nach Hülben. Dort befindet sich am Ortsrand in Richtung Bad Urach direkt neben der Straße der ebenso unscheinbare wie auch unbekannte Einstieg zur Hülbener Tropfsteinhöhle. Dieser normalerweise verschlossene Hohlraum, der vor 30 Jahren bei Straßenbauarbeiten entdeckt wurde, ist nur durch einen etwa 5 Meter tiefen Zustieg erreichbar. Es erforderte schon etwas Überwindung, sich über den Schachtrand zu schwingen, aber als von unten begeisterte Ausrufe nach oben drangen, ließen sich auch die Zaghafteren – teils mit dem Seil gesichert – zum Abstieg überreden. Sie sollten nicht enttäuscht werden, denn die 10 x 12 Meter große Tropfsteinhalle bietet einen beachtlichen Tropfsteinschmuck: Rettiche, Makkaronis mit stattlichen 70 cm Länge, eine Sinterfahne, Seelilienstängel und einen Seeigelstachel gab es da zu bewundern und überall dazwischen ragten Feuersteinknollen aus der Höhlendecke.

Die Kinder erfuhren viel über die Höhlenentstehung und das Jurameer, welches vor 150 Millionen Jahren das Gestein der Schwäbischen Alb ablagerte. Als wieder alle den Aufstieg, vorbei an Höhlenspinnen, die ihre Kokons bewachten, bewältigt hatten, fuhr man die Steige nach Bad Urach hinunter und anschließend gleich wieder das Echaztal aufwärts bis zum Parkplatz Wiesenquelle.

Nach einer kurzen Wanderung vorbei am Echazbröller, aus dem nur bei der Schneeschmelze Wasser aus dem Eingang stürzt, gelangte man zum imposanten Portal der Falkensteiner Höhle. Der aus dem Eingang rauschende Bach ließ schon vermuten, dass man nicht allzu weit in die Höhle vordringen konnte, und tatsächlich war der Gang bereits nach 30 Metern auf ganzer Breite wassererfüllt. Wenigstens bot sich noch kurz davor ein beeindruckender Blick nach oben in den 20Meter-Schacht.

Einige Übereifrige  wurden ziemlich naß und so war eine Rast in der Sonne auf der Grillwiese willkommen. Nun gab es auch Gelegenheit, etwas zu essen und zu trinken und vor allem das Betonbecken am Quellaustritt hatte eine magische Anziehungskraft.

Wer gut aufgepasst hatte, konnte anschließend beim Höhlenquiz punkten. Eine kleine Fledermaus durfte aber jeder als Erinnerung mitnehmen und sie gleich stolz den Eltern zeigen, als alle pünktlich um 18 Uhr wieder zum Bahnhof zurückkehrten.