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› Haushaltsrede 2007
Haushaltsrede der Freien Wähler zum HH-Planentwurf 2007             

                                                                              Anträge zum Haushalt 2007


am 22.11.2006

Frau Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker,
Herr Bürgermeister Riemer,
Herr Sedlaczek-Kohl,
werte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,

schön, dass ich die Haushaltsrede der Freien Wähler mit einem herzlichen Dank an die Verwaltung für die Einbringung und Erarbeitung des Planentwurfes für das Jahr 2007 beginnen darf. Unser ganz besonderer Dank gilt dabei Ihnen, Herr Sedlaczek-Kohl, da Sie sich innerhalb kürzester Zeit hier in Kirchheim bestens eingearbeitet haben. Bei Ihrer HH-Analyse und bei der Vorstellung des HH-Planentwurfes in diversen Gremien haben Sie in kurzer Zeit sehr detailliert und verständlich Auskunft über die Eckpunkte des kommenden Jahres gegeben. Ihr Versprechen, dass wir mit Ihnen einen profunden Kenner kommunaler Finanzen wählen würden, haben Sie dabei eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


Allgemeine Rahmenbedingungen

Als kleiner Junge hat man ja so seine Berufsvorstellungen. Neben meiner jetzigen Tätigkeit war das Amt des Oberbürgermeisters in meiner Heimatstadt immer eine interessante, für mich damals erstrebenswert scheinende Option. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass es anders gekommen ist. Keinesfalls, das gebe ich gerne zu, möchte ich bei den heutigen finanziellen Rahmenbedingungen mit Ihnen, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, tauschen. Sicherlich können sich Rat und Verwaltung kontrovers in vielen Fragen über das richtige Wie und Ob auseinandersetzen. Gemeinsam sind wir uns jedoch einig, dass alle kommunalen Haushalte primär an einer durch Bund und Land induzierten Finanzschwäche leiden.

Besser zusammenfassen als in dem Buch der Bundeszentrale für politische Aufklärung „ Die Stadt in der Krise“ kann man die momentane finanzielle Situation der Kommunen unseres Erachtens nach nicht und so zitiere ich hier: „Steuerverteilung und Finanzausgleiche benachteiligen die Kommunen.
Subtile Verfahren der Bevormundung, ausbeuterische Umlagen, gemeindeunfreundliche Steuerrechtsänderungen und aufgezwungene Aufgaben ohne ausreichenden Kostenersatz beschränken die Handlungsmöglichkeiten und Finanzressourcen der Städte und Gemeinden. So können sie zunehmend nur noch die Pflichtaufgaben und die vom Staat übertragenen Aufgaben schlecht und recht erledigen. Das alles geht zu Lasten der freiwilligen Gemeindeaufgaben, deren Wahrnehmung zufriedenes lokales Leben erst möglich macht: Kultur und Volksbildung, Sport und Erholung, soziale Kommunikation und bürgerschaftliche Solidarität.“

Bestes Beispiel hierfür ist die jetzt beschlossene Kürzung des kommunalen Finanzausgleichs in Baden-Württemberg um jährlich 395 Millionen Euro.
Im Gegenzug dafür verpflichtet sich das Land, die Verfassung einzuhalten und dem niederrheinischen Kellnerrecht „ Wer bestellt, bezahlt“ oder komplizierter ausgedrückt dem Konnexitätsprinzip Folge zu leisten.

Doch alles Lamentieren über die uns aufoktroyierten äußeren Rahmenbedingungen ist wenig fruchtbar. Machen wir uns auf für den Kirchheimer Weg. In unserer Stadt herrscht eine positive Grundstimmung. Bürgerschaftliches Engagement und ausgeprägter Gemeinsinn sind Kennzeichen unserer Stadt. Kombiniert mit den richtigen haushaltpolitischen Entscheidungen werden wir gemeinsam Kirchheims Zukunft positiv gestalten können. Dies - und das betone ich jedoch ganz bewusst, ohne dabei an ein konkretes Projekt zu denken - wird in der Zukunft auch zu unpopulären Entscheidungen führen müssen, um die uneingeschränkte finanzielle Handlungsfähigkeit Kirchheims gewährleisten zu können. Dabei entscheidet jeder Gemeinderat stets nach bestem Wissen und Gewissen.


Haushaltsanalyse

Haushaltskonsolidierung und Grundstückserlöse

Wie stellt sich nun der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr aus Sicht der Freien Wähler dar? Wo sehen wir kommunalpolitischen Handlungsbedarf?

Zu allererst scheint es notwendig, bei diesem HH-Entwurf etwas zurückzublättern, denn um die Zukunft zu verstehen, ist es notwendig, in die Vergangenheit zu schauen.

Die Haushalte der letzten Jahre waren gekennzeichnet durch einen Verzehr der Erlöse aus dem Verkauf der Neckarwerke-Aktien. Durch die Rücklagenentnahme aus dem Kirchheimer Tafelsilber, in den nächsten 2 Jahren werden nochmals
8,5 Millionen eingesetzt, wurde die Pro-Kopf-Verschuldung in unserer Stadt deutlich abgebaut und durch geringere Zinszahlungen der Verwaltungshaushalt entlastet. Dieser Zustand täuscht jedoch über die Tatsache hinweg, dass wir uns nach wie vor in einer angespannten Finanzlage befinden und die strukturellen Defizite des Haushaltes ignoriert wurden. Ab dem Jahr 2009 wird dies besonders offensichtlich, da die Verschuldung Kirchheims wieder sprunghaft ansteigt. Fast alle Rücklagen aus dem Tafelsilber, mit Ausnahme des langfristig orientierten Kirchheim-Teck-Fonds, sind dann binnen weniger Jahre durch das Stopfen von Fiannzierungslöchern aufgezehrt worden.

Das Regierungspräsidium stellt zwar die Bemühungen der Verwaltung zur Konsolidierung des städt. Haushaltes fest, als Gemeinderat gewinnt man jedoch den Eindruck, dass die Verwaltungsspitze es damit noch nicht richtig ernst meint. Wie sonst ist es zu erklären, dass Sie, Frau Oberbürgermeisterin, im laufenden Jahr, trotz Ankündigung in Ihrer Haushaltsrede zum Jahr 2006, nicht ein einziges Mal den Haushaltskonsolidierungsausschuß einberufen haben und erst jetzt dabei sind, weitere Möglichkeiten zur Konsolidierung verwaltungsintern zu beraten?
Ein ganzes Jahr ist ungenutzt verstrichen.
Auf der Einnahmenseite fällt uns Freien Wählern auf, dass die Erlöse aus Grundstücksverkäufen Jahr für Jahr nach unten korrigiert werden müssen. Hier ist es vor allem das Gewerbegebiet Kruichling , das seit Jahren vor sich hin dümpelt. Neue Arbeitsplätze und Einnahmen in Millionenhöhe durch Grundstücksverkäufe und Steuerzahlungen der Betriebe bzw. deren ortsansässigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen uns hier seit vielen Jahren verloren. Wir stellen daher den Antrag, die Frau Wirtschäftsförderin möchte im Gemeinderat Bericht erstatten über die Aktivitäten und Gespräche zur Grundstücksvermarktung. Desweiteren bitten wir zu untersuchen, wie die Verkehrssituation im Kruichling - durch parkende LKW´s gibt es oft fast kein Durchkommen mehr - und rund um den Kruichling mit einer zusätzlichen Auffahrtsspur zur A8 verbessert werden kann. In diesem Zusammenhang sollte die Verwaltung auch darlegen, welche Veränderungen beim Verkaufspreis und in der Bebauungsplanung möglich sind, um hier erfolgreich agieren zu können.

Gewerbesteuer

Doch bleiben wir beim Stichwort „erfolgreich“ und bei einer seit Langem völlig konträr verlaufenden Entwicklung im Bereich der Steuern. Kirchheims Unternehmen sorgen dabei für jährlich steigende Einnahmen im Bereich der Gewerbesteuer. Im Gegensatz zu den Grundstücksverkäufen werden die städtischen Planungen hier seit Jahren weit übertroffen. Allein in 2006 rechnet die Stadt mit einer Steigerung um mindestens
2 Millionen Euro, das übertrifft den Planansatz um über 16%. Doch Undank scheint der Welt Lohn zu sein, soll doch jetzt bei der Kuh, die so gut Milch gibt, noch weiter gemolken werden, indem die Verwaltung den Hebesatz in 2007 und 2008 anheben will. Besonders heiß ist dabei die Begründung, durch die jetzige Mehreinnahme steige in 2008 die Umlagebelastung und so müsse die vorsichtige Kauffrau jetzt schon vorbauen, um in 2008 das Geld zu haben. Da fragt sich natürlich nicht nur der vorsichtige Kaufmann, wo denn die Mehreinnahme von 2 Millionen Euro so mir nichts, dir nichts, in diesem Jahr geblieben ist. Ganz einfach: Sie wurde zur Sanierung des städtischen Haushaltes bereits in diesem Jahr verwendet und ist deshalb jetzt aufgebraucht.

Wir sehen es aus drei Gründen als den falschen Weg an, jetzt an der Steuerschraube weiter zu drehen:

1. Das in den Unternehmen verdiente Geld wird für Investitionen und zur Sicherung von Arbeitsplätzen eingesetzt.
2. Die IHK Region Stuttgart weist in einer sonst für Kirchheim wenig schmeichelhaften Studie den jetzigen Hebesatz von 360 % als eindeutigen Wettbewerbsvorteil aus. Dabei müssen wir uns nicht nur an den Kreisstädten in der Region, sondern vielmehr an unseren Nachbargemeinden messen lassen.
3. Der IWF hat erst kürzlich als eines der größten Hemmnisse für Wirtschaftswachstum in Deutschland die zu hohe Steuerbelastung der Unternehmen kritisiert.

Also daher ein klares NEIN von den Freien Wählern zur geplanten Hebesatz-anhebung. Besonders ärgerlich ist in diesem Zusammenhang ihre jüngste Pressemitteilung, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, mit der sie wohl bewusst den Eindruck erwecken wollen, dass die Investitionen im Bildungsbereich durch eine Nichtanhebung der Gewerbesteuer gefährdet sind. Ihrer sehr subjektiven Betrachtungsweise setzen wir unseren obigen Finanzierungsvorschlag entgegen.

EDV und Mitarbeiter

Im Verwaltungsbereich fallen die großen Investitionskosten im Bereich der EDV ins Auge. Diese sind notwendig, um den Anforderungen der Zukunft, z.B. E-Government, neuem kommunalem Finanzmanagement gerecht zu werden. Schon heute sind wir sehr gespannt auf die nach der Doppik geführten Haushalte, in der z.B. die Abschreibungen nicht neutral gestellt werden können, sondern voll als Kosten zu Buche schlagen. Die Notlage der städtischen Haushalte wird dadurch erschreckend transparent, an der finanziellen Ausstattung der Kommunen wird sich jedoch nichts Gravierendes ändern. Sie haben in diesem Zusammenhang sehr schön formuliert, Frau Oberbürgermeisterin: „Stillstand kommt in diesem Aufgabenfeld einem Rückschritt gleich“. Da sind wir voll Ihrer Meinung.

Der Personalbereich ist in den nächsten Jahren gekennzeichnet durch zusätzliche Kosten für die von uns unterstützte Einführung und den Ausbau der Ganztagesbetreuung an vielen Kirchheimer Schulen. Die Kosten dafür tragen wir nur zähneknirschend mit, weil deren Finanzierung eigentlich in den Hoheitsbereich des Landes Baden-Württemberg fällt. Vom Kinderland Baden-Württemberg ist dabei jedoch fast nichts zu spüren. Unser herzlicher Dank gilt daher den vielen engagierten Eltern, ehrenamtlichen Betreuern und mitarbeitenden Lehrern, die die Ganztagesbetreuung in Kirchheim erst ermöglichen.

Vor geraumer Zeit haben Sie, Frau Oberbürgermeisterin, die saubere Stadt propagiert. Leider fehlt es an der Umsetzung des neuen Bußgeldkataloges, da hierfür kein Personal vorhanden ist. Wir bitten die Verwaltung daher aufzuzeigen, wie durch verwaltungsinterne Umstrukturierungen hier zusätzliche Mitarbeiter im Vollzugsdienst gewonnen werden können.

Wir honorieren die im originären Verwaltungsbereich durchgeführten Maßnahmen zu mehr Personaleffizienz und danken den städt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für deren Mehreinsatz. Grundsätzlich werden jedoch weitere tiefgreifende Maßnahmen zur Sanierung des Verwaltungshaushaltes in diesem Bereich unumgänglich sein.

Baubereich und Grundstücksunterhaltung

Im Baubereich, bei dem auch in den kommenden Jahren ein weiterer Schwerpunkt der Investitionen richtigerweise im Bereich für Bildung und Betreuung liegen wird, tragen wir das Neuberechnen der KW-Grundschulsanierung mit, entspricht dieser Vorschlag doch genau unserem Antrag aus den vorangegangenen Haushaltsplanberatungen.

Bei den Neubauplanungen für die Freihof-Realschule haben wir Freien Wähler mit unserem schließlich erfolgreichen Kampf für die Hammerschmiede schon jetzt viel Geld für den städtischen Haushalt eingespart. Die jetzt vorgelegten Planungszahlen stellen diese Ersparnis jedoch noch ohne Nebenkosten- und Architektenhonorarer-sparnis dar. Hier muss nachgebessert werden. Ebenso sind wir überrascht über die Höhe der eingestellten Kosten für die Außenanlagen, die bis jetzt von der Verwaltung, auch auf Nachfrage, immer wesentlich geringer dargestellt wurden. Hier bitten wir um Aufklärung.

Eine energetische Sanierung der Hammerschmiede für € 440.000 bei einer jährlichen Energieeinsparung von € 2.250 ist für uns wirtschaftlich nicht vertretbar.

Im Bereich der Teck-Realschule bitten wir die Verwaltung uns aufzuzeigen, warum der dringend benötigte Chemieraum nicht im Haushaltsplanentwurf enthalten ist.

Klar wollen wir in diesem Kontext nochmals darauf verweisen, daß die Investitionen in Schulbaumaßnahmen nur die eine Seite der Medaille sind. Um nachhaltig die Leistung unserer Schüler zu steigern, bedarf es einer besseren Versorgung unserer Schulen mit ausgebildeten Pädagogen. Die neuesten Forschungsergebnisse haben darüber hinaus aufgezeigt, dass moderne Unterrichtsmethoden einen eminent wichtigen Faktor für den Lernfortschritt darstellen.

Die Umsetzung der neuen Stadteingänge kann in der momentanen Situation ausgesetzt werden.

Sehr gut bewährt hat sich der neue Kreisverkehr an der Tiefgarage Schweinemarkt, selbst während der Teilsperrung des Alleenringes und der daher aufgetretenen Mehrbelastung. Jetzt ist es dringend notwendig, die Beschriftung und Beschilderung des Kreisverkehres deutlich zu verbessern. Die Positionierung des Kreisels muss nicht nur für Ortsunkundige sofort erkennbar werden.

Weiteres Sparpotential sehen wir bei den öffentlichen Grünflächen. Da die jetzigen Flächen kaum anständig unterhalten werden können, beantragen wir die Streichung der eingesetzten € 80.000 bei der Grünanlagenkonzeption sowie für die Öffnung des Marstallgartens zum jetzigen Zeitpunkt.

Generell regen wir an, die Ausbaustandards an öffentlichen Straßen und Gebäuden gründlich zu überdenken.

Nicht ganz verständlich für uns ist das sehr langfristige Schieben des Umbaus der Schülestrasse. Bis jetzt wurde uns immer erklärt, dass diese Maßnahme bis zur Eröffnung des Fachmarktcenters auf dem K+S-Gelände aufgrund der neuen verkehrlichen Regelung fertig sein muss. Hier bitten wir um Aufklärung.

Um das Bauen auch jungen Familien zu ermöglichen, beantragen wir Flächen für Erbbaumodelle zur Verfügung zu stellen. Gute Möglichkeiten hierfür sehen wir dafür z.B. im Weppachweg auf dem ehemaligen Gelände der Viehverwertung.

Ortsteile

Frau Oberbürgermeisterin, Ihr offensiver Alleingang in puncto Ortsvorsteher hat Vertrauen zerstört. Viel schlimmer aber noch, er hat gezeigt, wie kurz das Haltbarkeitsdatum von Wahlversprechen sein kann. Gemeinsam mit den Ortschaften sollten wir vielmehr in Konsensgesprächen zu einer für beide Seiten tragfähigen Lösung kommen. Den Ergebnissen der Vermittlungsausschüsse sehen wir mit Interesse entgegen.

Die sehr guten HH-Reden unserer Kollegen in den Ortsteilen, deren Anträge wir unterstützen, erlauben es mir, nur auf einige wenige Punkte nochmals explizit einzugehen.

Ganz wichtig erscheint uns, in Jesingen die Mittel für die Unterhaltung von Gebäuden, Straßen und Gewässern deutlich zu erhöhen. Das ist Ökonomie und Ökologie pur. Dazu gehören auch diesbezügliche Überlegungen zur Sanierung beim Jesinger Rathaus.

Besonders eindringlich verweisen wir nochmals auf die Problematik der
Eduard-Mörike-Halle und des Bahnhofsareales im Stadtteil Ötlingen, wie von unseren Kollegen vorgetragen.

Für den Stadtteil Lindorf beantragen wir die Einstellung einer Planungsrate in Höhe von € 10.000 zur Erweiterung der Aussegnungshalle auf ca. 110 Sitzplätze.


Ausblick

Ein pessimistischer Ausblick in die Zukunft würde nicht dem Naturell der Freien Wähler entsprechen. Als Kommunalpolitiker stellen wir uns den kommenden Herausforderungen.

Dabei bereitet uns das Schieben von Sanierungsmaßnahmen große Sorgen. Daher stellen wir den Antrag auf eine jährliche Fortschreibung des ehemals städtischen Sanierungsbedarfs von 65 Millionen Euro zusammen mit dem Haushalt. Dabei sollte aufgezeigt werden, welche Maßnahmen bereits abgearbeitet sind und welche Maßnahmen dann jeweils im kommenden Haushaltsjahr in Angriff genommen werden. Dazu sind wir meiner und der kommenden Generation verpflichtet.

Betrachtet man allein diese immense Summe, ist eine der wichtigsten Zukunftsausgaben in Kirchheim, den Blick für das Machbare und Notwendige bzw. Substanzerhaltende zu schärfen, geradezu ein Markenzeichen der Freien Wähler.

Für viele wohlgemeinte, die Pflichtaufgaben weit überschreitende Gutachten, Berichtsanträge und Untersuchungen setzen wir Geld und vor allem wertvolle Arbeitszeit unserer Verwaltung aufs Spiel. Das weckt verständlicherweise sehr oft auch Begehrlichkeiten. Da die finanziellen Mittel zur Umsetzung oder der Mut zu daraus resultierenden konsequenten Entscheidungen dann fehlen, sind sie jedoch wenig ergiebig. Auch PrivatePublicPartnership-Modelle scheinen uns in diesem Zusammenhang nicht generell der allein selig machende Ausweg zu sein.

Wir Freien Wähler freuen uns gemeinsam mit der Bürgerschaft, den Ratskollegen und der Verwaltung Kirchheims Zukunft positiv zu gestalten. Sie, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, haben es schon im vergangenen Jahr bestens formuliert: „Zukunft ist keine Bestellung, auf deren Lieferung wir warten können, Zukunft wird gemacht“.

Kirchheim hat viele tolle Macher, packen wir es an.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Für die Fraktion der Freien Wähler


Ralf Gerber

22.November 2006