Haushaltsrede der Freien Wähler zum Haushaltsplanentwurf
2009
am 12.11.2008
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Herr Stadtkämmerer
Werte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren!
Dieser Haushalt 2009 ist der letzte dieser Legislaturperiode
und gibt Gelegenheit für einen kurzen Rückblick,
Stellung zur aktuellen Situation und einen Ausblick.
Kirchheim hat in diesen vier Jahren an vielen Stellen sein
Gesicht durch große private und öffentliche Baumaßnahmen
verändert:
Denken Sie an Schweinemarkt,
diverse Schulerweiterungen
Baumaßnahmen in der Stuttgarter Straße
Ärztezentrum und Nanzcenter
Lidl-Logistik Zentrum
und Lebensmittelmärkte an Jesinger und Stuttgarter
Straße.
Der Gemeinderat hat darüber hinaus viele Handlungsfelder
untersucht und teilweise daraus resultierende Maßnahmen
auf den Weg gebracht:
Schulentwicklungsplanung
Kindergartenqualitätsoffensive
Sportentwicklungsplanung
Konzepte für Spielplätze
Freiraumkonzepte
Gewässerentwicklungsplan
Gewerbeflächenkonzept
Entwicklungskonzept Wohnen und soziale Strukturen
Optimierung des innerstädtischen Hauptstraßennetzes.
Maßnahmen daraus bestimmen zusammen mit notwendigen
Dauermaßnahmen unseren Haushalt entscheidend –
nicht nur im Jahr 2009 sondern im gesamten Zeitraum der
Finanzplanung und noch darüber hinaus, so dass auch
der im neuen Jahr gewählte Gemeinderat sich damit auseinander
setzen muss.
Hier möchte ich mich kurz an unsere Zuhörerinnen
und Zuhörer wenden um Sie bei Interesse zu ermutigen
sich für diese Wahl zur Verfügung zu stellen.
Zu den Rahmenbedingungen
Wer, außer profunden Kennern der Situation, hätte
noch im Sommer gedacht, dass sich die wirtschaftliche Situation
im Gefolge der Bankenkrise so schnell und dramatisch verändert.
Das Wirtschaftswachstum wurde im September von der Regierung
von 1,2 auf 0,2% zurückgenommen und wird im November
nochmals neu beurteilt. Inzwischen hat die Automobilindustrie
am stärksten das schlechte Konsumklima zu spüren
bekommen und Produktionsdrosselung, verlängerte Betriebsferien
und Entlassung von Leiharbeitern angekündigt. Jetzt
soll schnell durch Wegfall der Kfz-Steuer und Subventionen
der lange hinausgezögerte Umbruch auf schadstoffarme
Fahrzeuge unterstützt werden. Entsprechende Änderungen
der Kfz-Steuer wurden von der großen Koalition zu
lange hinausgezögert.
In unserem Umfeld werden wir eine mögliche Kaufkraftzurückhaltung
im Handel zu spüren bekommen und Auswirkungen auf mittelständische
Zulieferer werden nicht ausbleiben.
Doch bei all diesen negativen Vorzeichen auch etwas positives:
In der Baubranche werden die Preise stabil bleiben, so dass
wir zum richtigen Zeitpunkt unsere großen Investitionen
tätigen.
Analyse des Haushalts
Wir würden diesen Haushalt mit „schwäbisch
finanzieren – Schulden tilgen“ bezeichnen.
Unter „schwäbisch finanzieren“ versteht
man:
Ohne Fremdmittel solange ansparen und zurücklegen bis
man sich das Gewünschte leisten kann.
Der Gesamthaushalt hat die Rekordhöhe von 112,2 Mio,
davon ca. 91,5 Mio Verwaltungshaushalt
und ca. 20,6 Mio Vermögenshaushalt
Die Zufuhr von Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt
beträgt ca. 7,6 Mio und ist zum letzten Haushalt gestiegen
und als gut zu bezeichnen.
Ein Vergleich unter den 24 großen Kreisstädten
der Region Stuttgart zeigt, dass sowohl 2007 als auch 2008
in keiner dieser Städte eine Anhebung der Grund- oder
der Gewerbesteuer erfolgte.
Andererseits hat auch keine Stadt bei erhöhtem Aufkommen
der Gewerbesteuer eine Senkung beschlossen.
Da die Standortwahl eines Investors zum Teil auch durch
steuerliche Rahmenbedingungen beeinflusst wird sehen wir
Freien Wähler hier keinen Handlungsbedarf.
Erfreulicherweise steigen die Steuereinnahmen aus Einkommenssteuerumlage
und Schlüsselzuweisungen kräftig und so wird die
Zuführungsrate von 7,6 Mio erreicht.
Diese Zuführungsrate zusammen mit Rücklagen macht
es uns einmal möglich im Jahr 2009 Investitionen von
ca. 13 Mio einzustellen und darüber hinaus 3,42 Mio
zur außerordentlichen Schuldentilgung zur Verfügung
zu stellen.
Damit werden im Haushaltsentwurf zum Ende des Jahres 2009
die Schulden pro Einwohner von 192€ auf 88€ zurückgehen.
Dies ist sicher ein sehr erfreuliches Ergebnis doch möge
die Frage, die wir Freien Wähler uns bei den Beratungen
gestellt haben, erlaubt sein:
Ist es sinnvoll die Schulden so stark zu tilgen?
Oder wäre es nicht besser in energetische Maßnahmen
z.B. in Brennerstartcomputer zu investieren, da so dauerhaft
eine Kostenreduzierung und ein verringerter CO2-Ausstoß
zu erreichen ist.
Wir bitten die Verwaltung hierauf in den Beratungen noch
einzugehen.
Wie in allen vergangenen Jahren möchten wir auch wieder
darauf hinweisen, dass die Erlöse aus Grundstücksverkäufen
immer niedriger ausfallen als im Plan vorgegeben. Gerade
jetzt – bei großen anstehenden Investitionen
wäre es wichtig hier mehr Unterstützung des Haushalts
einplanen zu können.
Es ist für uns erfreulich zu sehen, dass der Haushalt
sich in den letzten Jahren wesentlich verbessert hat, wir
im Vergleich zu den anderen kreisfreien Städten mittlerweile
aufgeholt haben und ich traue der Verwaltungsspitze mit
Ihnen als Kämmerer Herr Sedlaczek-Kohl noch eine weitere
Verbesserung zu.
Um diese Erfolge nicht zu gefährden werden wir in Bezug
auf unsere Anträge mäßig bleiben.
Der Personalhaushalt steigt inklusive der letzten Anträge
um über 4%. 2,8% davon sind durch Tarifverträge
bedingt. Die Erhöhung halten wir durch das große
Investitionsprogramm im Hochbau und auch durch eine intensivere
Aufgabenwahrnehmung im Ordnungsamt, die wir schon seit zwei
Jahren fordern, für gerechtfertigt. Wir bitten die
Verwaltung jedoch, die Personalanträge bereits in der
Haushaltsplanung zu berücksichtigen.
Stellungnahme zu einzelnen Investitionsschwerpunkten
Grundlage der Investitionen in Schulen und Sporthallen ist
das vom Gemeinderat mit großer Mehrheit verabschiedete
Schulentwicklungskonzept, das Ausfluss einer kooperativen
Planung mit Schulleiter und Elternvertreter war. Diese Beschlüsse
binden uns für Jahre. Wesentliche Maßnahmen im
Finanzierungszeitraum sind: Freihofrealschule
Raunersporthalle
Ganztagesbetreuung Raunerschule
Mensaerweiterung Alleenschule
Erweiterung Schlossgymnasium
Erweiterung Mensa Ludwig-Uhland-Gymnasium.
Begleitend zur Ausführung der im Haushalt vorgesehenen
Ausbaumaßnahmen muss die Schulentwicklungsplanung
laufend an den tatsächlichen Bedarf angepasst und fortgeschrieben
werden um auf geänderten Bedarf schnell reagieren zu
können.
Wir sind uns darüber hinaus sicher, dass wir von der
Politik neue Herausforderungen gestellt bekommen, da die
Problematik
Hauptschule, Hauptschulabschluss
Berufsübergang aus der Hauptschule und
Verknüpfung Realschule – Hauptschule
noch nicht ausreichend durchdacht ist.
Eindeutig Handlungsbedarf besteht für uns bei der Anpassung
der Schulbudgets. Am drastischsten wurde diese Anpassung
anlässlich der Schul-, Kultur und Sportausschusssitzung
bei den Budgets der Gymnasien deutlich, da diese die gesamten
Bücher eines Jahrgangs durch das neue G 8 anschaffen
müssen und das nicht nur einmalig. Wie bereits im letzten
Haushalt von uns beantragt, erwarten wir von der Verwaltung
die sachgerechte Anhebung dieser Etatmittel. Dies duldet
keinen Aufschub mehr.
Zu den Beratungen erwarten wir von der Verwaltung Zahlen
über die Höhe der zusätzlich benötigten
Etatmittel.
Der zweite Gesamtwunsch der Schulen in der Schulkonferenz
EDV zentral zu bestellen und die Wartung ebenfalls zentral
zu vergeben sollte bis zum nächsten Haushalt vorliegen
um diese Entscheidung anzugehen.
Eine Überlegung aus unseren Beratungen möchte
ich noch erwähnen:
Wäre es nicht sinnvoller das Budget zur Pflege der
Sportgeräte beim Stadtverband für Leibesübungen
anzusiedeln? Damit würde unseres Erachtens das Geld
dauerhaft zweckentsprechend verwendet.
Kinderbetreuung
Mit Weitblick, Akribie und großen finanziellen Anstrengungen
haben die Verwaltung, die Erzieherinnen der städtischen
und freien Träger, die Elternschaft und der Gemeinderat
in den vergangenen Jahren die Kinderbetreuung in Kirchheim
ausgebaut. Auch mit der sehr guten 5. Fortschreibung der
Kindergartenentwicklungsplanung gehen wir diesen wichtigen
Schritt konsequent weiter. Bis zur Fortschreibung der Kindergartenentwicklungsplanung
im nächsten Jahr sind dann hoffentlich auch endlich
alle finanziellen Rahmenbedingungen seitens des Landes geklärt,
so dass wir hier gemeinsam kraftvoll weiterarbeiten können
und wissen was auf uns zukommt. Wir Freien Wähler liebäugeln,
wie auch schon in vorangegangenen Haushaltsreden geäußert,
mit der Einführung zumindest eines kostenfreien Kindergartenjahres.
Diese Forderung jetzt allerdings zu äußern würden
wir als Wahlkampfgetöse betrachten, da im Moment noch
völlig unklar ist, welche neuen Kosten im Kindergartenbereich
auf uns zukommen und was uns als Kommune dieser Schritt
kosten würde. Dies haben Sie geehrte Frau Oberbürgermeisterin
ja auch sehr deutlich in Ihrer Haushaltsrede geäußert.
Eine Auftaktveranstaltung zum Thema betrieblich unterstützter
Kinderbetreuung hatte im ersten Anlauf nicht die gewünschte
Resonanz erhalten. Mit Freude haben wir jedoch vernommen,
dass der BDS dieses Thema nach wie vor stark fokussiert
und ein neuer Termin ins Auge gefasst wird, um hier eine
Kooperation von Unternehmen und Stadt zu erreichen. Wir
sehen in solch einem Modell einen wichtigen Standortvorteil
für die Kirchheimer Wirtschaft.
Sehr wichtig ist für uns die weitere Einbeziehung der
Freien Träger. Durch die Freien Träger erhalten
wir eine interessante Angebotsvielfalt im Kinderbetreuungsbereich
und können so die von uns gesteckten Ziele der Versorgungsquoten
auch im Kleinkindbereich besser erreichen. Damit einhergehend
ist in vielen Fällen sogar eine Kostenersparnis für
uns als Stadt verbunden.
Spital
Bei der nötigen Sanierung des Spitals bitten wir zu
prüfen ob nicht eine zeitliche Verschiebung für
die VHS bessere Möglichkeiten bietet den Betrieb weiter
aufrecht zu erhalten, da dann die vom Freihof belegten Räume
im pädagogischen Fachseminar wieder komplett zur Verfügung
stehen und so die VHS das ganze Haus zur Verfügung
hätte.
Straßenbau
Die größten Investitionen die anstehen, nämlich
eine Ortsumgehung Ötlingen, Jesingen und der Kirchheimer
Kernstadt schieben wir weiter vor uns her, und sie sind
realistischer weise momentan nicht zu schultern.
Deshalb liegt unser Augenmerk vorwiegend auf dem Erhalt
des Straßennetzes. Hierzu steht in den Leitlinien
zum Modernisierungsprogramm der Satz: Das Straßennetz
hat sich in den vergangenen drei Jahren nicht verschlechtert.
Wir gehen davon aus, dass bei Einhaltung des vorgeschlagenen
Investitionsprogramms einige Evergreens wie
Bosch- und Henriettenstraße
Roseggerstraße
Lindachallee
aus der Hitliste verschwinden und wir in drei Jahren festhalten
können:
Der Straßenzustand hat sich verbessert.
Gleiches gilt für die Brückensanierungen.
Verkehr
Ende des Jahres wird die S 1 den Betrieb aufnehmen.
Jahrzehnte des Hoffens – Bangens und Wartens sind
dann zu Ende.
Die Bahnhöfe und Vorplätze mit Parkierungsanlagen
werden bis dahin fertig gestellt sein. In diesem Zusammenhang
freuen wir uns über die Aktion des Jugendrats zur Verschönerung
der Unterführung beim Bahnhof.
Die für Kirchheim prognostizierten Auswirkungen der
S-Bahn wie Zuzug, erhöhte Bodenpreise, Verlagerung
von Straße auf Schiene können wir dann anhand
fester Daten erheben.
Im anschließenden Teil möchte ich sie zu einem
Rundgang durch die Stadt ausgehend vom Rathaus einladen.
Mit Interesse haben wir im Entwurf des Haushalts 2009 von
einer angedachten Partnerschaft mit der Stadt Santa Coloma
de Gramenet gelesen. Spanisch boomt an den Schulen und nicht
alle Kinder können in die Spanischklassen aufgenommen
werden. Mit einem funktionierenden Schüleraustausch
wäre eine Säule einer Partnerschaft gegeben.
Bei der Überprüfung weiterer Vorteile einer Partnerschaft
vor Ort schließt sich eine Delegation der Freien Wähler
gerne an.
Stärkung der Innenstadt ist Daueraufgabe
Die Sanierungsgebiete der Kernstadt sind abgeschlossen,
der Spielplatz an der Bastion, nach Umlegung auf die Ostseite
der Bastion, erfreut sich hoher Akzeptanz, der Marstallgarten
ist fertig gestellt und doch beklagen erstaunlich viele
ältere Menschen fehlende Ruhe- und Rastmöglichkeiten.
Bedenken wir ihre Interessen zu wenig?
Der Markt, samstags ein Event, lässt an den beiden
anderen Tagen an Frequenz zu wünschen übrig. Das
erstellte Marktgutachten zeigt wenig neue Wege. Im gerade
erschienenen Buch „Focus Innenstadt“ der Wüstenrot
Stiftung wird u.a. das Marktgeschehen verschiedener Städte
in Baden-Württemberg beurteilt und hier Schwäbisch
Hall und Biberach besonders hervorgehoben. Kontakte mit
diesen Städten liefern eventuell neue Ideen.
Zum Herbst 2009 wird die sanierte Tiefgarage Krautmarkt
wieder in Betrieb gehen. Der Innenstadt-Handel wird dafür
dankbar sein.
Zu diesem Zeitpunkt sollte dann ebenfalls der Verkehrsplan
für die Innenstadt aktualisiert werden um Parksuchverkehr
und unnötigen Individualverkehr zu reduzieren. Insbesondere
im Bereich der Heidenschaft/Dreikönig-, Welling- und
Turmstraße ist die Situation sehr unbefriedigend.
Wir möchten ebenso untersucht wissen, ob die Parkplätze
am Alleenring bei der Krone und die Ausweichplätze
am Alleenring Nord beim Finanzamt zu Kurzzeitparkplätzen
umgestaltet werden können.
Das Band der Sanierungsgebiete entsteht jetzt vorwiegend
entlang der Lauter
Gerberstraße
Gaisgasse
Untere Max-Eyth-Straße und Postplatz
und Herrschaftsgarten.
Diese Gebiete erfahren entlang der Flüsse eine neue
Qualität und hier kann Innenstadt und S-Bahn nah aktuell
anstehender Bedarf guter Wohnungen gedeckt werden.
Für die bestehenden Gewerbegebiete gilt es den Anschluss
an das Straßennetz zu verbessern. Ein Anschluss des
Gebietes Dettinger Straße an die B 465 ist untersucht
und für das Gebiet Kruichling liegt die Beauftragung
einer Studie vor, dieses Gebiet besser an die A 8 anzubinden.
Jesingen steht nach anfänglichen Vorbehalten voll hinter
der Ortssanierung. Wir hoffen dass die Umgestaltung der
Ortsdurchfahrt für Jesingen eine akzeptable Lösung
bringt. Für das Rathaus wird mit einem privaten Investor
eine Lösung zur Zufriedenheit der Jesinger Bürger
gefunden.
Nabern bekommt hoffentlich bald die neue Gießnauhalle.
Dazu muss umgehend der Antrag auf Landeszuschuss gestellt
werden. Im Ablehnungsfall soll unseres Erachtens trotzdem
eine vorzeitige Baufreigabe beantragt und mit den Arbeiten
begonnen werden. Im nächsten Jahr ist der Landeszuschuss
dann erneut zu beantragen.
Für die Ötlinger Eduard-Mörike-Halle zeichnet
sich bei Ausbau der Schule mit Ganztagesbetreuung eine zufrieden
stellende Lösung ab. Weiteren Handlungsbedarf sehen
wir immer noch im Baugebiet Ötlinger Halde.
Bezüglich der Ansiedlung eines Cap-Marktes, zur Deckung
des Lebensmittelgrundbedarfes beraten wir heute noch.
Lindorf möchte das Hauptaugenmerk auf eine Veränderung
der Hauptkreuzung legen.
Zur Verschönerung des Stadteingangs soll der Schlierbacher
Kreisel aufgewertet werden. Den dafür angesetzten Betrag
halten wir für zu hoch, auch im Hinblick auf die Nähe
zum Wiesenweg. Wir möchten hier 15000€ ansetzen
und den gleichen Restbetrag an anderer Stelle verwenden.
14 Schilder auf 300m, dazu noch zum Teil in schlechtem Zustand
geben als Ortseingang aus Schlierbach kein gutes Bild ab.
Eine Schilderreduzierung und Erneuerung würde unserem
Stadtbild an vielen Stellen gut zu Gesicht stehen.
Wir Freien Wähler unterstützen den Antrag auf
Durchführung eines Grünprojektes „Natur
in der Stadt“ in den Jahren 2015 bis 2025 für
eine Attraktivierung innerstädtischer Grünräume
und Sportflächen. Doch ist die Natur wie im Stadtentwicklungskonzept
2004 festgestellt, weiterhin in vielen Gebieten in der Defensive.
Um dem Naturschutz und der Landschaftspflege mehr Gewicht
zu geben möchten wir die am Kreisel eingesparten 15000€
hier einsetzen.
Dies ist genau der Betrag, der bei einer Haushaltskonsolidierung
des vorigen Gemeinderats gestrichen wurde. Diesen Betrag
möchten wir dauerhaft im Haushalt verankern.
An Maßnahmen im Jahr 2009 und folgenden können
wir uns vorstellen:
Finanzierung von Maßnahmen aus dem Life+ Programm
Vorziehen des Baus einer Trockenmauer in der Ötlinger
Halde
Baumbegleitete Feldwege
Untersuchung und Einrichtung einer Streuobstwiesenbörse,
die Verkauf, Verpachtung, Tausch, Ernte und Vermarktung
beinhaltet
und so den Erhalt unserer heimischen Kulturlandschaft fördert.
Darüber hinaus Maßnahmen die aus dem Treffen
des amtlichen und privaten Naturschutzes resultieren.
Als botanisch Interessierter würde ich gerne Untersuchungen
fördern, die den dramatischen Vegetationswechsel im
Schonwaldgebiet Hohenreisach betreffen.
Dafür hat die Forstwirtschaftliche Versuchsanstalt
Freiburg Maßnahmen vorgeschlagen.
Den Satz „Natur in der Defensive“ möchten
wir umformen in „Natur hat ihren Stellenwert“.
Ich wünsche uns gute Beratungen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.