Die Mitglieder haben auf der Jahreshaupt-versammlung am 08.03.2010 einen neuen Vorstand gewählt. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitzende: Frau Rayer-Pohland
Stv. Vorsitzender: Herr Roger Kunze
2. Stv. Vorsitzender: Herr Bernd Kirnbauer
Kassier: Frau Jutta Schulze
Schriftführer: Frau Sabine Peifer
Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Herr Simon Merkle
Frau Moersch hat sich nach zwei Jahren für das Amt der Vorsitzenden nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Sie setzt damit eine stille Vereinbarung fort, wonach ein Mitglied der Gemeinderats-fraktion nicht gleichzeitig als Vorsitzende des Ortsverbandes agieren soll, um jegliche Amtsbeeinträchtigung zu vermeiden. Ihre Vorgängerin im Amt, Frau Anne Knecht hat sich mit einem Blumengebinde für die Arbeit in den vergangenen zwei Jahren bedankt. Diese war geprägt durch die Kommunalwahlen im Jahr 2009 und die Durchführung von zahlreichen Stammtischterminen im Ratskeller. Mit diesem Angebot war es gelungen aktuelle Themen im Kreise von interessierten Mitgliedern zu diskutieren.
Zuschüsse für das Zugwiesen-Projekt
Die Stadt Ludwigsburg erhält 400.000 € für das Öko-Projekt Zugwiesen. Es ist damit eines von fünf Renaturierungskonzepten im Großraum, die von der Initiative "Unser Neckar" gefördert werden. Bekanntlich soll im Bereich Neckarseitenarm Zugwiesen auf einer Fläche von 17 Hektar ein Stück ökologisch intakter Flusslandschaft entstehen. Gleichzeitig erhält die Staustufe Poppenweiler eine Aufstiegsmöglichkeit für Fische und Kleintiere. Zwischen Remseck und Poppenweiler so soll ein zusammenhängendes Ökosystem entstehen.
Rückblick Stammtisch am 09.11.09
Zentrales Thema beim letzten Stammtisch der Freien Wähler am 10.11. 2009 war der von der Verwaltung vorgelegte Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2010. Dieser soll nach dem Fahrplan der Verwaltung im Dezember vom Gemeinderat verabschiedet werden.
Der Etat-Entwurf wurde den Mitgliedern der Stadtteilausschüsse und den interessierten Mitgliedern durch den Fraktionsvorsitzenden vorgestellt. Klar wurde, dass auch für Ludwigsburg die fetten Jahre vorbei sind. Zwischen den geplanten Einnahmen und Ausgabe klafft eine Lücke von rd. 20 Mio. Euro, die durch Einsparungen aufzufangen sind. Hierfür hat die Verwaltung dem Gemeinderat eine „Streichliste“ mit über 200 Objekten vorgelegt, die mit dazu beitragen soll, einen ausgeglichenen Haushalt für das Jahr zu verabschieden. Dem Gemeinderat obliegt es nun, sich auf Einsparungen festzulegen, oder die Einnahmen z.B. durch Erhöhung der Grundsteuer zu erhöhen. Der von der Verwaltung vorgelegte Etat-Entwurf ist unausgewogen. Ein Beispiel: Während für die Sportvereine eine globale Kürzung ihres jährlichen Etats von rd. 10% vorgesehen ist, sieht der Planansatz für kulturelle Veranstaltungen keine Reduzierung der Förderbeiträge und Zuschüsse vor. Diese unpopuläre Maßnahme soll dem Gemeinderat überlassen bleiben.
Ein strittiges Thema ist der Vorschlag der Verwaltung, die Grundsteuer ab 2010 zu erhöhen. Damit will die Verwaltung Mehrerlöse von rd. 1,5 Mio. Euro erzielen. Die Mehrkosten somd von den Grundstückseigentümern zu tragen. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit, ist ein solches Ansinnen unpassend, so die überwiegende Meinung der Anwesenden. In den nächsten Wochen wird sich nun der Gemeinderat auf unpopuläre Maßnahmen verständigen müssen. Auch der Meinungsbildungsprozess der Freien Wähler steht erst am Anfang und es bedarf noch vieler zeitaufwändiger Gesprächsrunden, um sich auf mögliche Einsparmaßnahmen festzulegen. Dieser Ansatz hat für die Freien Wähler Vorrang vor Steuererhöhungen.
Rückblick Stammtisch 14.09.2009
Zentrale Themen des letzten Stammtischgespächs waren die Themen Vergnügungstätten im Stadtkern und weitere Nutzung des Skala-Areals. Während im Außenbereich die Einrichtung und Betrieb von Vergnügungsstätten wie Spielhallen, Wettspielbüros und von Bordellen durch planerische Vorgaben gesteuert werden kann, kann in der Innenstadt auf solche Instrumente nicht zurückgegriffen werden. Aus diesem Grunde haben die Freien Wähler schon im letzten Jahr die Stadtverwaltung gebeten, gutacherlich untersuchen zu lassen, welche Möglichkeiten einer Steuerung bestehen, um das unkontrollierte Anwachsen von Vergnügungsstätten regeln zu können. Zwischenzeitlich liegen die Untersuchungsergebnisse vor. Mit dem Ergebnis der Untersuchung wird sich der Gemeinderat in Bälde beschäftigen. Für die Freien Wähler steht dabei eindeutig eine Steuerung von Vergnügungsstätten im Vordergrund. Diese sollen sich nicht explosionsartig in der Innenstadt vermehren.
Herr Zeltwanger stellte sein Konzept für eine Fortführung des Skala-Areals vor. Auch dieses Thema wird den Gemeinderat in Bälde beschäftigten.
Nachtrag: Der
Ausschuss für Bauen, Technik und Umwelt (BTU) hat sich in seiner Sitzung am 24.09.09 mit der Thematik beschäftigt. Als Ergebnis der Beratung wurde beschlossen, das vorliegende Gutachten zur Situation von Vergnügungsstätten im Kernbereich als Grundlage für eine noch zu erstellende Vergnügungsstättenkonzeption zu akzeptiern. Dies war möglich geworden, nachdem die Stadtverwaltung klargestellt hat, dass zum Kernberich in der Stadt nur ein paar Straßenzüge um den marktplatz herum zählen. Dort seien jetzt schon 18 Spielbetriebe und ähliche Lokale ansässig. Nach der geplanten Vergnügungsstättenkonzeption wären in diesem Gebiet nur noch zwei Betriebe erlaubt. Verlasse ein Betrieb diesen Bereich, so erlösche nach dem Baurecht die bestehende Nutzungserlaubnis. Zudem würden die Regeln so gefasst, dass allein aufgrund des vorgeschriebenen Gebäudeabstandes zwischen den Vergnügungsstätten nur zwei Betriebe in den Kernbereich passen würden.
eingestellt 21.09.09
Freie Wähler besuchen die Multifunktionshalle
Gute praktikable Lösungen sind gefordert
Am Freitag, 28.11. 2008 hatte der Ortsverband der Freien Wähler seine Mitglieder und Gäste zu einer Begehung der Multifunktionshallen-Baustelle eingeladen.
Anhand einer Präsentation wurde den Gästen von Herrn Rüdt dem Technischen Leiter der Baustelle das Aussehen der Halle nach deren Fertigstellung gezeigt. Herr Rüdt von der BAM Deutschland AG und Baubürgermeister Schmid standen im Anschluss den Anwesenden Rede und Antwort. Die Fragen drehten sich hauptsächlich um die Anzahl und den Umfang der zu erwartenden Veranstaltungen, aber auch die Parkplat-zsituation und was zum Schutz der Anwohner vor Parksuchverkehr und Lärm getan wird. Hier hatten sich die FW für gute Vereinbarungen und praktikable Lösungen eingesetzt. „Der Parksuchverkehr bei den Veranstaltungen darf nicht zu Lasten der angrenzenden Wohngebiete gehen“, so die Vorsitzende des FW Ortsverbands Gabriele Moersch. „Wir hoffen alle, dass eine große Zahl der Besucher mit Bus oder Bahn kommen, aber auch für die Autofahrer müssen ausreichende, gut gekenn-zeichnete Parkplätze zu Verfügung stehen“, so Moersch.
Herr Schmid erläuterte, dass außer den Parkplätzen in der Tiefgarage und am Westausgang des Bahnhofs, auch Gespräche mit benachbarten Firmen zur Nutzung ihrer Firmenparkplätze laufen. Außerdem werden auch die naheliegenden Parkhäuser mit eingebunden. Alles in allem stünden laut Herrn Schmid circa neunhundert Parkplätze zur Verfügung. Die Stadtverwaltung und die Hallenbetreiber gehen außerdem davon aus, dass aufgrund der idealen Lage, direkt gegenüber dem Bahnhof, die meisten Besucher der Halle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen werden.
Zum Schutze der Anwohner vor Lärm durch den Anlieferverkehr wird die Zufahrt zur Halle eingehaust (umbaut) und mit einem Rolltor versehen. Wie dies aussieht und wie der Anlieferverkehr abläuft, erklärte Herr Rüdt bei der anschließenden Begehung. Bei der Besichtigung konnten sich die Teilnehmer ein Bild vom künftigen Spielfeld sowie der halbfertigen VIP Lounge machen.
Auf die Frage eines Teilnehmers, in welcher Höhe die geplanten Baukosten der Halle überschritten werden, erklärte Baubürgermeister Schmid, dass man momentan lediglich von Mehrkosten in Höher von 300 000 € ausginge. Das läge mit an den harten Verhandlungen, so Herr Rüdt, die die Stadt Ludwigsburg mit der BAM geführt hätte. Da ein Festpreis ausgehandelt war, musste die BAM die Kostenexplosion vor allem im Rohstoffbereich von Eisen und Stahl alleine schultern. Herr Rüdt lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und sprach Ludwigsburg in diesem Punkt eine Ausnahmestellung zu anderen Kommunen zu.
Mit Spannung erwarten die Besucher nun die optische Gestaltung der Halle, die momentan von den meisten noch als unschöner Betonklotz empfunden wird. Die Teilnehmer waren von der neuen Halle überwiegend begeistert und freuen sich auf die ersten Veranstaltungen, im Herzen Ludwigsburgs. Die Multifunktionshalle soll nach ihrer Fertigstellung mache (hoffentlich) attraktive Veranstaltung nach Ludwigsburg locken und den örtlichen Vereinen neue Möglichkeiten zur Verbesserung ihrers Angebotes eröffnen.
Freie Wähler
Gemeinderatsfraktion Ludwigsburg
Aktuelles zum Holzheizkraftwerk
Das Holzheizkraftwerk der Stadtwerke Ludwigsburg/Kornwestheim soll im März 2010 offiziell seinen Betrieb aufnehmen. Seit Ende des vergangenen Jahres läuft die Anlage im Probebetrieb. In der Anlage - eine der größten und modernsten ihrer Art in ganz Baden-Württemberg sollen unter Volllast jährlich rund 42.000 Tonnen Holzhackschnitzel vrearbeitet werden.
Aktuelles zum Verkehr
Ludwigsburg und Kornwestheim haben das schon bestehende Nachtfahrverbot für Lastkraftwagen in der Solitudeallee und der Hohenzollernstraße auf den ganzen Tag ausgeweitet. Lastwagen müssen seit Februar 2010 Solitudeallee und Hohenzollernstraße meiden. Lieferverkehr ist jedoch weiter erlaubt.
Ehemaliges Areal der Firma Walker
Eine lange Geschichte soll ein Ende haben. Die Firma kiag plant das ehemalige Walker Areal zu bebauen. Geplant ist ein Gebäudekomplex mit Pflegeheim (7600 Quadratmeter), betreuten Wohnungen (2100 Quadratmetern und Studentenwohnungen (7000 Quadratmeter). Das Bauvorhaben wurde den Stadträten in der Sitzung des BTU am 24.09.09 vorgestellt.
Die Freien Wähler begrüßen, dass dieses Projekt nach längerer Pause nun doch konkretere Formen annimmt. Es wird Zeit, dass dieses brachliegende Gelände in Bälde sinnvoll bebaut wird.
In dieser Sitzung haben die Freien Wähler aber Gesprächsbedarf im kleineren Kreise zusammen mit den Investoren und Betreibern angeregt. Der Grund dafür ist, dass die Bebauung sehr dicht und zum Teil sehr hoch ist. Dies betrifft insbesondere die Gebäudezeilen gegenüber der Charlottenstraße und dem Postgässle. Insbesondere die vorgesehene Gebäudehöhe gegenüber der vorhandenen Wohnbebauung am Postgässle erscheint zu hoch. Hier sollte eine bessere Anpassung an die Umgebungsbebauung erfolgen oder ein größerer Gebäudeabstand zum Postgässle gewahrt werden.
Die Freien Wähler gehen davon aus, dass in diesem weitergehenden Gespräch mit den Investoren und Betreibern eine für beide Seiten vernünftige Lösung gefunden werden kann.
Startschuss Pilotprojekt Zugwiesen
Am 14.09 2009 ist der Spatenstich zum Pilotprojekt Zugwiesen erfolgt.
Nach jahrelangen Beratungen wird in den Oßweiler Zugwiesen bei der Staustufe Poppenweiler das als IKoNE - Pilotprojket der planfestgestellte Neckarseitenarm mit Umgehungsrinne und Still - und Laichgewässern in Projektpartnerschaft mit dem Wasser- und Schifffahrtamt gebaut. Die Bau- und Planungskosten für das ökologisch hochwertige Projekt werden auf 3,4 Mio.€ veranschlagt.
Der auf die Stadt Ludwigsburg entfallene Finanzierungsanteil wird über den finanziellen Ausgleich für Eingriffe durch Baugebiete und Straßenbaumaßnahmen der letzten Jahre erfolgen.
Freie Wähler unterstützen Demo auf der Autobahn
Mit einer spektakulären Aktion hat ein neues Aktionsbündnis auf das Thema Lärmschutz für die lärmgeplagten Anwohner der A 81 hingewiesen. Am Sonntag, 20. September 2009 fand ein Protestmarsch der Aktionsgemeinschaft zur Reduzierung der Lärmbelastigung durch die A 81 statt. Mit dem Protestmarsch wurde dem Anliegen Nachdruck verliehen. Gleichwohl die Überzeugungsarbeit muss weitergehen. Die Arbeitsgemeinschaft freut sich auf jede Unterstützung und setzt auf das Engagement der Bürger für eine zukunftsfähige Lösung an der A 81.
Weitere Informationen über die Aktion und zum weiteren Vorgehen erhalten Sie Online unter www.laermschutz-81.de
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 21. März 2010 nach einer fast einstündigen Aussaprache dem Umbau des denkmalgeschützen Gebäudes Ecke Eberhard/Wilhelmstraße zugestimmt. Der Beschluss mit Zustimmung der Freien Wähler erfolgte unter der Maßgabe, dass die jetzt veranschlagten Kosten von 7,7 Millionen Euro nicht überschritten werden.
Damit kommt das Projekt nach jahrelanger Diskussion in die Gänge. Zur Erinnerung:
Der Grundsatzbeschluss für den Bau des Stadtmuseums ist mittelerweile drei jahre alt. Im April 2006 stimmte der Gemeinderat mit Mehrheit für die große Lösung - ein gemeinsames Projekt für das städtische Museum und den Kunstverein. Für die Instandsetzung des denkmalgeschützten Gebäudes an der Ecke Eberhard- und Wilhelmstraße und einen Neubau im Innenhof waren ursprünglich 5, 7 Millionen € veranschlagt. Mittlerweile steigen die Baukosten in schwindelerregende Höhen.
Im Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung haben die Stadträte in ihrer Sitzung am 19. Mai 2009 mit neun Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen die überarbeiteten Pläne für die Auschreibung und Bauarbeiten zu Kosten von 7,7 Mill. Euro genehmigt.
Die Freien Wähler haben grundsätzlich begrüßt, dass der Kunstverein mehr in die Stadtmitte rückt und das städtische Museum vom „Hinterhof“ an die Wilhelmstraße wechselt. Außerdem war für uns positiv, dass diese beiden Institutionen in einen gemeinsamen Bereich ziehen und es dadurch möglich wird, bestimmte Räumlichkeiten gemeinsam zu nutzen (Synergien).
Bei der Ausarbeitung des Raumprogramms durch die Stadtverwaltung mit anschließender Beschlussfassung in den Gremien wurde gegen unsere Stimmen festgelegt, dass der neue Raumbedarf gegenüber den bisherigen Standorten ungefähr 2,5-mal so groß ist!. Wir haben dazu die Meinung vertreten, dass es akzeptabel sei, wenn beide gewisse zusätzliche Flächen bekommen, dass aber eine derartige Flächen- und dadurch Kostenausweitung absolut nicht tolerierbar sei.
Gegen die Stimmen der SPD und der Freien Wähler wurde zwar denkbar knapp aber dennoch das große Raumprogramm beschlossen. Daraufhin wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Auf unser Verlangen hin, wurden in den Wettbewerbsunterlagen die Gesamtkosten gedeckelt (5,9 Mio. Euro).
Zwischenzeitlich wurden diese mehrfach erhöht. In der Zwischenzeit sind wir bei Kosten in Höhe von ca. 7,3 bis 7,5 Mio. Euro angelangt. Bei diesem Betrag ist das Dachgeschoss noch nicht voll ausgebaut, sondern nur als Abstellfläche vorgesehen. Obwohl im ursprünglichen Wettbewerb bereits der Ausbau der Dachgeschossfläche vorgesehen war, würde bei einem Vollausbau des Dachgeschosses gegenüber der Ausschreibung eine Kostensteigerung in Höhe von ca. 2 Mio. Euro entstehen.
Kostenrahmen ist einzuhalten:
Zwischenzeitlich lässt der Kunstverein die Stadtverwaltung wissen, dass sie ihren Interimsplatz in der Wilhelmstraße trotz des Neubaus weiter benützen wollen. Dadurch würden der Stadtverwaltung Ludwigsburg nochmals zusätzliche Kosten entstehen.
Die Freien Wähler halten dieses Projekt, das summa summarum mit Inneneinrichtung sehr stramm in Richtung auf 9 Mio. Euro marschiert, für völlig überzogen. Durch die zwischenzeitlich erfolgten vielfachen inneren Umplanungen ist von der ursprünglichen Idee im Übrigen nahezu nichts mehr vorhanden.
Solche Prestigeprojekte hätte sich Ludwigsburg auch in den sog. fetten letzten Jahren nicht leisten dürfen, nunmehr erst recht nicht mehr.
Die Freien Wähler, die CDU und die SPD haben verlangt, dass zu dieser Thematik ein Workshop durchgeführt wird, bei dem nochmals Art, Größe und Güte dieses Neubauvorhabens beraten werden muss. Danach wird das Dach nun ausgebaut - allerdings lediglich als Lagerraum. Der Kunstverein erhält mehr Raum im Keller und kann deshalb sein Provisorium in der Wilhelmstraße 45/1 aufgeben.
Thema Erweiterung Breuninger
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 06. Mai mehrheitlich eine Entscheidung gefällt:
Für das Breuniger-Areal wird der vorhandene Bebauungsplan geändert, gleichzeitig wird eine Veränderungssperre verhängt. Diese Lösung wird auch von den Freien Wählern mitgetragen.
Haushalt 2009
Nachtragshaushalt Stadt Ludwigsburg
Der Gemeinderat hat auf seiner letzten Sitzung in der nun ablaufenden Legislaturperiode einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2009 verabschiedet.
Die Zuschüsse für Sportvereine, kulturelle und soziale Einrichtungen müssen mit 5% weniger Zuschüsse auskommen. Um diesen Ansatz wird die Vereinsförderung gekürzt.
Mit weiteren Sparmöglichkeiten wird sich der neue Gemeinderat auseinandersetzen müssen.
Ansatz Haushaltsplan
Ansatz Nachtragshaushalt
Gesamtvolumen
331,1 Millionen Euro
332,3 Millionen Euro
Verwaltungshaushalt
281,9 Millionen Euro
279 Millionen Euro
Zuführung zum Vermögenshaushalt
15,7 Millionen Euro
12,0 Millionen Euro
Vermögenshaushalt
49,2 Millionen Euro
53,4 Millionen Euro
Entnahme aus Rücklage
4,8 Millionen Euro
13,1 Millionen Euro
Dies und Das aus 2008: (weitere Meldungen siehe auch Archiv)
Neckarbrücke bei Aldingen
Zumeldung:
Nach der Stadt Kornwestheim, der Stadt Fellbach hat sich nun auch die Stadt Stuttgart gegen den Bau der Neckarbrücke aus. Damit sprechen sich bereits drei Kommunen gegen die bisherige Planung aus.
eingestellt 12.11.09
Der Bau der geplanten Neckarbrücke bei Remseck-Aldingen wird weiterhin kontrovers diskutiert.
Die jeweiligen Meinungen der betroffen Kommunen zu diesem Verkehrsprojekt sind nachstehend zusammengefasst:
Bunte Bündnisse für die geplante Neckarbrücke bei Aldingen. Fellbach und Kornwestheim lehnen eine Neckarbrücke bei Aldingen ab, weil sie der Einstig in einen vierspurigen Nordostring sei. Stuttgart, Remseck und Waiblingen sind dafür, fordern aber sinnvolle Anschlüsse an das bestehende Bundes-Verkehrstraßennetz. Die geplante Neckbrücke bei Neckarrems spaltet die Kommunen. Befürworter und Gegner für das Bauwerk sind überall. Was sagen die einzelnen Kommunen und Freien Wähler Ludwigsburg dazu?
Remseck:
Der Gemeinderat hat sich mit Mehrheit für die modifizierte Pläne für eine reduzierte zweispurige Brücke ausgesprochen. Mit dieser Variante sei der von Remseck aufgestellte Forderungskatalog weitgehend abgearbeitet, so die Meinung des Gremiums. Mit dem Brückenbau müsse aber auch die Verbindung der Trasse zur B 10 und zur B 28 folgen.
Waiblingen:
Auch Waiblingen fordert eine sonnvolle Anbindung an das übergeordnete Straßennetz. Die Waiblinger Hoffnung gilt einer Anbindung in Richtung B14/29, die den massiv belasteten Stadtteil Hegnach entlasten soll.
Kornwestheim:
Kornwestheim lehnt das Brückenbauwerk ab, da dies der Einstieg in einen vierspurigen Nordostring sei, so die Meinung der Kommune.
Fellbach:
Einstimmig hat der Gemeinderat der Stadt Fellbach den Neubau abgelehnt. Fellbach fordert, Pläne ernsthaft zu prüfen, die basierend auf Vorschlägen des Stuttgarter Verkehrsplaners Billinger, beruhen, eine neue Querrung wenige hundert Meter von der bestehenden Brücke in Neckarrems vorzusehen.
Freie Wähler Ludwigsburg
Nach intensiver Diskussion teilt die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler die Ansicht des Gemeinderats der Großen Kreisstadt der Stadt Remseck. Eine reduzierte zweispurige Brücke mit einer direkten Anbindung an das überörtliche Straßennetz ist eine tragbare Lösung, die auch den Interessen von Ludwigsburg entspricht. Nach Ansicht der Freien Wähler trägt die Maßnahme zur teilweisen Entlastung des hohen Verkehsaufkommens in Ludwigsburg bei. Das damit verfolgte Ziel ist, die Bevölkerung Ludwigsburgs und speziell die Anlieger der Schwieberdinger Straße und Friedrichstraße sowie der B27 vom Verkehr zu entlasten.
Nach Feinstaub haben jetzt die Kommunen eine EU-Richtlinie Lärm umzusetzen.
Lärm ist unerwünschter und störender Schall. Vielfach wird Schall erst durch eine subjektive Eingruppierung zu Lärm, der seine belästigende oder beeinträchtigende Wirkung entfalten kann. Das subjektive Empfinden von Lärm, das u. a. auch vom Grundgeräuschpegel beeinflusst wird, kann messtechnisch nicht erfasst werden. Messen kann man lediglich die physikalischen Eigenschaften des Schalls, die Frequenz und den Schalldruckpegel. Der Schalldruckpegel (in dB(A) – Dezibel) wird zur Kennzeichnung von Geräuschen verwendet.
Die Stadt Ludwigsburg hat mit einer Bürgerinformation am 03. Juni 08 das Verfahren zum Lärmaktionsplan eingeleitet. Die Ergebnisse der Lärmkatierung sind auf der städtischen Internetseite www-ludwigsburg.de abrufbar. Wer Anregungen und Vorschläge unterbreiten möchte, kann dies unter laerm@ludwigsburg.de tun. Gerne können Sie sich aber auch an die Gemeideräte der FW oder der Vertreter der Stadtteilausschüsse wenden.
Die EU-Richtlinie Lärm ist in Deutschland im "Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm" in nationales Recht umgesetzt worden. In Ballungsräumen müssen Lärmminderungspläne für alle Hauptverursacher, zum Beispiel Einfallstraßen mit mehr als 16.000 Fahrzeugen am Tag, aufgestellt werden. Dabei sind die Bürger zu beteiligen. In einem ersten Schritt sind die besonders lärmbelasteten Kommunen gefordert, bis zum 18. Juli 2008 Aktionspläne aufzustellen. Nach Ansicht des Landes sollen sich die Kommunen auf Lärmschwerpunkte konzentrieren und zunächst Aktionspläne erstellen bei Belastungswerten von mehr als 70 Dezibel tagsüber und 60 Dezibel nachts. Wie stark die Städte und Gemeinden betroffen sind, zeigen die ersten Lärmkarten, die das Umweltministerium für Baden-Württemberg erstellen ließ.
* Angaben in Dezibel, Quelle: Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz BW
Lärm ist ein nahezu flächendeckendes Umweltproblem. Er ist in weiten Teilen des Landes fast ständig präsent. Die wichtigsten Lärmquellen sind hierbei Verkehrslärm (darunter Straßen-, Schienen- und Flugverkehr), Gewerbelärm sowie Sport- und Freizeitlärm. Häufig treffen auch mehrere Lärmquellen gleichzeitig zusammen, so dass sich die Belastungen für Betroffene verschärfen können. Hauptlärmquelle und damit Verursacher der höchsten Lärmbelastung ist der Straßenverkehr.
Nach Umfragen auf Bundesebene und im Land wird Lärm von der Bevölkerung als das wichtigste lokale Umweltproblem angesehen. Bundesweit sind nach Erhebungen des Umweltbundesamtes 12–13 Mio. Menschen tagsüber einem Lärmpegel von über 65 dB(A) durch den Straßenverkehr ausgesetzt.Nachts sind es noch rund 6 Mio. Menschen, die von straßenverkehrsbedingten Pegeln über 60 dB(A) betroffen sind.
In Baden-Württemberg fühlt sich nach Umfragen knapp eine Million Menschen durch Lärm in ihrem Wohnumfeld „stark“ oder sogar „äußerst stark“ belästigt. Rechnet man noch die „mittelmäßig“ belästigten Bürgerinnen und Bürger hinzu, so fühlen sich danach rund 3 Millionen Einwohner des Landes durch Lärm nicht nur geringfügig belästigt.
Dezibel ist eine Maßeinheit für Geräuschpegel. Der Bezugswert ist 0 dB. Beispiele: