„Freie Wähler - ein kluger Zug”
Wahlkampfauftakt des Böblinger Kreisverbandes
Die Bezirkskonferenz der Freien Wähler am Donnerstag, 25. September, im Renninger Bürgerhaus war der Wahlkampfauftakt für die Kommunalwahl am 07. Juni 2009. Unter dem Motto „Freie Wähler - ein kluger Zug” präsentiert sich die professionelle Werbekampagne in hellem Grün und frischem Blau, die es in den kommenden Monaten mit Inhalt zu füllen gilt.
Mit seinem fulminanten Plädoyer für die Selbstverwaltung der Kommunen gegen die Regelungswut der Region begeisterte Noch-Landrat und FW-Regionalrat Bernhard Maier 120 Mitglieder des Böblinger Kreisverbandes, unter ihnen aus Weissach Bürgermeister i.R. Wolfgang Lukas, FW-Vorsitzender Wolfgang Gohl und Gemeinderat Karl Schäfer.
„Die Selbstverwaltung der Kommunen war noch nie so in Gefahr wie jetzt”, betonte Landrat Maier mit Blick auf EU sowie Regionalverband. Unten in den Gemeinden gelte es, die Möglichkeit des Gestaltens zu schützen. „Das ist die Tragkraft, die unsere Demokratie ausmacht und in Deutschland erhalten bleiben sollte... Wir als Freie Wähler müssen aufpassen, denn jeder m² Ihrer Gemeinde im Regionalplan ersetzt Ihren Flächennutzungsplan”, warnte Maier vor „Ober”gemeinderäten, die in Stuttgart säßen, und forderte, den Gemeinderäten mehr Spielraum zu lassen. Sonst wird in der Region die Zukunft von Leuten gemacht, die Sie und Ihre Gemeinde nicht kennen”, resümierte Maier und appellierte: „Das kann nicht sein!”
Wolfgang Lukas, Wolfgang Gohl und Karl Schäfer
Landrat Maier, Sprecher des Verkehrsausschusses im Regionalrat, bekannte seinen Stolz auf das regionale Verkehrssystem, forderte aber transparentere Verkehrsverträge. Besonders bemängelte er die veraltete Regelung, dass 80 % der eingenommenen Fahrgelder an SSB und DB gingen, obwohl gerade die Fahrgäste aus dem Umland um 30 Prozent zugenommen hätten. „Von allen Einnahmen kassieren die kommunalen Träger nur 20 Prozent. Dieses System ist ungerecht, nicht transparent. Es muss geändert werden. Dafür kämpfen wir!”
Kreisverbandschef Wilfried Dölker steckte den Nominierungszeitplan der Kandidaten für die Gemeinde-, Kreis- und Regionalwahl bis Ende Januar 2009 fest. „Persönlichkeiten mit hoher Akzeptanz und kommunalpolitischen Erfahrungen, unabhängig, frei und an der Sache orientiert, die Ortskenntnis und die Menschen im Blick haben”, nannte Dölker als Kriterien für die Kandidaten der Freien Wähler.