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› Thema Entwicklung Baugebiete

 

 

Stellungnahme zur Entwicklung der Baugebiete

Angesichts der Unterschriftensammlung zur Bebauung Aidenberg und Verkehrsuntersuchung möchten wir nochmals unsere Auffassung darlegen.

Wohnbauentwicklung:
Die Gemeinde Weissach hat sich im Jahre 1973/1974 auf einen Gemeindeentwicklungsplan verständigt, der vorsah, dass im Strudelbachtal zwischen den beiden Ortsteilen Verwaltungs- und Freizeiteinrichtungen entstehen sollen. Davon hat der Gemeinderat Ende der 70er Jahre Abstand genommen und damit das Strudelbachtal in seiner jetzigen Form erhalten.

Die langfristige Entwicklung der Wohnbaugebiete sah vor, dass die beiden Ortsteile Weissach und Flacht über den Ettlesberg/Aidenberg/Rutesheimer Weg zusammenwachsen können. Dafür war ein Zeitraum von 30 Jahren angedacht mit einer Bevölkerungszunahme von rund 6 000 Einwohnern.

Abb.1: Flächennutzungsplan 1974
Gemeindeentwicklungsplan 1974
Abb.2: Flächennutzungsplan 1994
Flächennutzungsplan 1994

 

Aus diesem Gemeindeentwicklungsplan leitet sich der Flächennutzungsplan (Abb.1) ab, der vom Landratsamt als Genehmigungsbehörde rechtskräftig bewilligt wird. Der Flächennutzungsplan hat in der Regel eine Laufzeit von zehn Jahren und wird dann zeitnah fortgeschrieben. Die Flurbereinigung, die von 1977 bis in die heutige Zeit andauert, wurde auf den Flächennutzungsplan abgestimmt. Die Grundstückseigentümer haben einen Vertrauensschutz in diese Vereinbarung.


Der aktuelle rechtskräftige Flächennutzungsplan von 1994 (Abb.2), der mit allen Behörden abgestimmt ist und zu dem sich damals auch die Bevölkerung äußern konnte, sieht vor, dass noch die beiden kleinen Baugebiete „Hinter der Kirche" (2,7 ha) in Weissach und „Aidenberg” (4,2 ha) in Flacht zur Bebauung gelangen. Allerdings soll in Flacht nur ein Teilgebiet von 2,1 ha umgelegt werden.

Die ursprünglich im Gemeindeentwicklungsplan vorgesehenen Bauflächen waren um ein Vielfaches größer (vgl. beide Abb.). Dies bedeutet, dass der Gemeinderat im Verlauf der letzten 30 Jahre sehr behutsam und bedarfsgerecht mit der Baulandentwicklung umgegangen ist. Eine Zerstörung der Landschaft ist sicherlich nicht festzustellen. Die Einwohnerzahl der Gemeinde Weissach, lt. Stat. Landesamt zum 30. Juni 1974, betrug 5 118 Bewohner, Stand 30. September 2006 waren es 7669 Bewohner, d.h.eine Zunahme in 32 Jahren von 2 551 Einwohner statt der angedachten 6 000 Einwohner.

Der auf dem Aidenberg vorgesehene Baugrund
Der auf dem Aidenberg vorgesehene Baugrund

Der auf dem Aidenberg vorgesehene Baugrund war bis Mitte der 90er Jahre Ackerland. Es wurde schließlich nicht mehr bestellt, da der Boden einerseits karg war und sich Erdauffüllungen nicht lohnten und andererseits Teilflächen im Flächennutzungsplan sowieso zur Überbauung vorgesehen waren.
Die Ausweisung von Teilflächen als FFH-Gebiete kam erst 1993/1994 auf Anordnung der EU und wurde teils zögerlich von den deutschen Behörden umgesetzt. Vergleichbare Flächen findet man noch viel ausgeprägter auf der Gemarkung in den Gebieten Hoher Acker und Härte.

Die Bebauung Aidenberg sieht nun vor, dass 30 bis 35 Wohneinheiten entstehen und somit zirka 100 Personen ein neues Zuhause finden.

Unsere Infrastruktur vom Kindergarten bis zur Kläranlage ist bereits entsprechend ausgelegt, dass keine zusätzlichen Investitionen notwendig werden. Das Baugebiet Aidenberg ist so angedacht, dass kein Hecken- oder Steinriegel abgetragen wird. Anders verbreitete Informationen sind falsch.


Die Freien Wähler haben für die beiden kleinen Baugebiete gestimmt, damit sich unsere Gemeinde behutsam weiter entwickeln und die Nachfrage nach Bauplätzen erfüllt werden kann.

September 2007

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