Haushalt 2009 - Fortsetzung der ausgezeichneten Entwicklung
unserer Gemeinde mit großen Gestaltungsmöglichkeiten
Ein Haushalt mit Steuereinahmen von 185 Mio € für eine Gemeinde ist einmalig. Angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Schwierigkeiten zeigt der vorliegende Haushalt, dass wir in den Beratungen äußerst vorsichtig und vorausschauend zu Werke gegangen sind. Die hohe Rücklagenbildung mit über 160 Mio € verdeutlicht, dass von dem großen Steuersegen erhebliche Umlagen für den Finanzausgleich, die Kreisumlage und an Umlagemitteln für die Region über Jahre hinaus erbracht werden müssen. Von jedem Euro verbleiben höchstens 30 Cent bei der Gemeinde.
Unsere Gemeinde ist quasi schuldenfrei. Die großen Investitionen der vergangenen Jahre, einschließlich der Renovierung der Strickwarenfabrik, sind voll finanziert.
Die Steuermittel werden konservativ und sicher bei Banken im Kreis und in der Region angelegt. Spekulative Geldanlagen hat es nicht gegeben und wird es nicht geben.
Wir werden wie bisher sehr verantwortungsbewusst mit den Steuermitteln umgehen. Dazu gehört auch, dass wir die Instandhaltungsarbeiten bei den öffentlichen Gebäuden und Straßen, bei der Kläranlage und der Wasserversorgung vorangetrieben haben, um in den kommenden Jahren die Ausgaben zu reduzieren. Auch gilt es, die Personal- und Organisationskosten im Auge zu behalten und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchzuführen.
Haushalt 2009 in Zahlen
Einwohnerzahl
7504
Gesamtvolumen
317,05 Mio €
Vermögenshaushalt
114,34 Mio €
Verwaltungshaushalt
202,72 Mio €
Zuführung an den
Vermögenshaushalt
111,88 Mio €
Investitionen
14,39 Mio €
Gewerbesteuer
185,7 Mio €
Personalkosten pro
Einwohner
728,34 €
Hebesatz
Gewerbesteuer
320 v.H.
Hebesatz
Grundsteuer A / B
240 v.H.
Gesamtverschuldung
176 000 €
Schulden pro Kopf
23,46 €
Unsere gute finanzielle Situation kommt allen Bürgern, Vereinen, kirchlichen Organisationen und Gewerbetreibenden zugute. Seien es die günstigen Grund- und Gewerbesteuern, die wir im Vorjahr gesenkt haben, oder die Gebührensätze und die direkten Zuwendungen.
Insbesondere die Kinder und Familien können großzügig unterstützt werden.
Neben sachlich und personell hervorragend und bestens ausgestatteten Kindertagesstätten, Schulen und Jugendeinrichtungen, die eine jährliche Unterdeckung von über 3 Mio € haben, bietet der Haushalt 2009 erstmalig eine Kinder- und Jugendförderung für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr. Der Etatansatz mit einer Million Euro ist ein deutliches Bekenntnis für unsere Kinder und Familien und eine Investition in die Zukunft.
Insgesamt kommen so über 8 Mio € den Bürgern zugute. Dazu gehört auch die neue Bücherei in der Zehntscheuer, die in Kürze gebaut wird. Das Baukindergeld beim Erwerb von Bauland mit jeweils 10 000 € pro Kind ist landesweit wohl einmalig und zeigt, dass Weissach eine kinderfreundliche Kommune sein will.
Auch der Sozialbereich mit häuslicher Pflege, den beiden Pflegeheimen samt Seniorenwohnung mit Betreuung sind personell und sachlich gut ausgestattet.
Als Zukunftsinvestition sind die weiteren Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und die Förderung privater Anlagen sowie die Ortskernsanierung zu sehen und die ständige Pflege unserer schönen Landschaft.
Der Haushalt 2009 mit den Rücklagen bietet weitere Gestaltungsmöglichkeiten für eine gute Gemeindeentwicklung 2025. So können wir die Ideen und Anregungen aus den Arbeitskreisen in die Arbeit des Gemeinderates einfließen lassen und auch umsetzen, wenn dies sinnvoll erscheint. Wir können die Infrastruktur und die Verkehrs- und Lärmsituation verbessern, indem wir alle denkbaren Ansätze und Varianten prüfen lassen und alle umweltrelevanten Aspekte bedenken. Dazu zählen der Durchgangsverkehr, die Strohgäubahn und der Autobahnlärm.
Wichtig ist für uns Freie Wähler, dass die Bürger über die anstehenden Aufgaben und deren Umsetzung besser informiert werden. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass das wöchentliche Mitteilungsblatt kostenlos an alle Haushalte verteilt und künftig ein informatives Amtsblatt wird, mit Vereinsnachrichten und nicht umgekehrt.
Wir freuen uns, dass wir diesem außerordentlichen Haushalt zustimmen können. Angesichts der großen Zahlen bleiben wir - wie bisher auch - auf dem Teppich und gehen realistisch an die kommenden Aufgaben.