Im frisch renovierten Vereinsheim der Kleintierzüchter begrüßte Vorsitzender Wolfgang Gohl am Freitag, 19. März, herzlich Bürgermeisterin Ursula Kreutel als Gast bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Weissach/Flacht.
In seinem Vorstandsbericht ließ Wolfgang Gohl das vergangene Jahr 2009 in Sachen Gemeindepolitik Revue passieren, insbesondere das hervorragende Abschneiden bei der Kommunalwahl, dass er als „sehr, sehr erfolgreich“ bezeichnete. Besonderes Lob zollte er FW-Kreisrätin Ursula Kreutel, die im Wahlkreis 5 ein Spitzenergebnis verbuchen konnte.
Ursula Kreutel zu Gast bei den Freien Wählern Weissach/Flacht
Wolfgang Gohl informiert über den Gemeindeentwicklungsplan
„Im Gemeinderat sind wir sind auf höchstem Niveau bei 43 Prozent angekommen“, so Gohl. Er bedauerte, dass aufgrund des d' Hondtschen Wahlverfahrens die Freien Wähler in den beschließenden Ausschüssen nicht mehr mit 50 Prozent vertreten seien und betonte zugleich, dass die ersten Sitzungen eine äußerst sachbezogene Abstimmung gezeigt hätten.
Klar positionierte sich das Gremium für die FW-Regionalversammlung im April, in der es u.a. um die Teilnahme an den Landtagswahlen 2011 gehen wird: Dort sollten die Freien Wähler dort nicht antreten. „Wir sind Kommunal- und keine Landes- bzw. Bundespolitiker“, brachte es Volker Kühnemann auf den Punkt. „Das Beispiel Bayern hat gezeigt, dass ist nicht die Ebene, wo wir hingehören“, ist auch Ursula Kreutel überzeugt, „ Es ist einfach nicht unser Feld, auch wenn viele Entscheidungen dort in kommunale Bereiche eingreifen.“
Ausführlichst informierte Wolfgang Gohl über den Gemeindeentwicklungsprozess 2025, der in der Woche zuvor vom Gemeinderat bestätigt worden war. „Das Rad wurde nicht neu erfunden. Viele der 80 Projekte sind von uns im Altgemeinderat in den letzten 20 bis 25 Jahren in Erwägung gezogen bzw. eingebracht worden“, bilanzierte Volker Kühnemann. „Wir hoffen, dass die Umsetzung erfolgt. Verwaltung und Gemeinderat sind gleichermaßen gefordert.“
Ein Schlüsselthema der Gemeindeentwicklung wird nach wie vor der Verkehr sein, waren sich die Anwesenden einig, die insbesondere die Verkehrsführung in der Weissacher Bahnhofstraße kontrovers
debattierten. „Wir sollten Visionen haben, aber neutral an die Sache herangehen“, glättete Martin Kilpper die Wogen der Diskussion.